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Stempelriss bei J. 197 aus 1875 Ludwig II Bayern - seltener Jahrgang

Dieses Thema im Forum "Deutschland von 1871 bis 1948" wurde erstellt von kleinerAdler, 22. Februar 2020.

  1. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Dann müsste es , rein theoretisch Stempel mit der Jahreszahl 1876 geben, bei denen man Reste der 5 erkennt. Ansonsten verweise ich auf Fusselbärs Einwand, wonach Stempel mit Rissen vermutlich ausgemustert werden.
     
  2. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Kommando zurück. Jetzt habe ich doch noch eine zeitgenössische Quelle, sogar mit Hinweiss auf eine amtliche Quelle gefunden ( 1908/09 bis 1913/14 von Alexander Kummers Zeitschrift " Die deutschen Reichsmünzen " ) :
    https://www.emuenzen.de/forum/attachments/kummer-s-75-jpg.97266/
     
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  3. Münzadler

    Münzadler Moderator Mitarbeiter

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    Der kurze Prägezeitraum spricht für lediglich einen 75er Stempel.
     
  4. Fusselbär

    Fusselbär

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    Also max. eine Woche. Wieviel schafft man maximal mit einem Stempel am Tag?
     
  5. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Stellt sich die Frage, wie die Angabe " Im Zeitraum vom 2- 8. Januar " zu deuten ist. Soll man diese Angabe so interprätieren, dass an jedem dieser Tage von Arbeitsbeginn bis Arbeitsende Doppelkronen geprägt wurden oder bedeutet sie eher, dass die Prägung irgendwann im Laufe dieser Tage stattfand ?
    Der 2.Januar 1875 war ein Sonnabend, am 3. Januar wird demzufolge nicht geprägt worden sein, am 6. Januar eventuell auch nicht.
     
  6. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Nun mal ein gedankliches numismatisches Experiment. Angenommen , am 2,4,5, 7 und 8 Januar 1875 wurden in München Doppelkronen geprägt.
    - Barduleck folgend setzen wir weniger als 50 - 55 Exemplare pro Minute an, also 40, um es nicht zu schwer beim Rechnen zu haben. Wir kommen also rein hypotetisch auf 2400 Münzen pro Stunde
    - Als effektive Arbeitszeit nehmen wir die damals nicht unüblichen 10 Stunden pro Wochentag und 6 Stunden am Sonnabend, macht 46 Stunden.
    - demnach hätte man rein theoretisch 110.400 Münzen prägen können, was laut den spärlichen Angaben zu den Stempelstandzeiten aus der Zeit eher unwahrscheinlich, als wahrscheinlich für die Verwendung nur eines Arbeitsstempels erscheint. Berlin verzeichnete 1878 eine Stempelstandzeit für Doppelkronen von ca 45.000 Ex.
     
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  7. Fusselbär

    Fusselbär

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    Wenn wirklich nur ein Stempel verwendet wurde, (wovon ich ausgehe) dürfte die max. Auflage ca. 50.000 Exemplare sein. Das würde durchaus auch mit dem Zeitraum passen. Zudem wurde der Stempel sichtlich gequält.
     
  8. kleinerAdler

    kleinerAdler

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    Freut mich dass das Thema euch interessiert.
    Vom Jahrgang 1878 wurde ja laut den diversen Katalogen 50.000 Stück geprägt.

    Der 1875 ist aber immer einiges teurer als der 1878, da ist die Frage, wenn annähernd die gleiche Anzahl geprägt wurde, ob das dann eben auch gerechtfertigt ist, zumal er ja sehr häufig auf Auktionen vorkommt...
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Februar 2020
  9. kleinerAdler

    kleinerAdler

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    sehr interessant. Danke fürs Ausgraben der Quelle.
     
  10. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Wir können über die Höhe der Auflage nur spekulieren, auch über das Marktvorkommen sagt sie nur bedingt etwas aus. Für die Preisgestaltung genügt vermutlich das Adjektiv "unbekannt"
     
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