Stempelriss bei J. 197 aus 1875 Ludwig II Bayern - seltener Jahrgang

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Ich habe eigentlich den Eindruck, als sei 1875 in besserer Erhaltung häufiger, als 1878.
Das glaube ich auch, also so viel gut erhaltene 1878er sind im letzten Jahr meines Erachtens nicht angeboten worden, wobei ich ab vz+ aufwärts als gute Erhaltung erachte.
Aus dem Kopf heraus fällt mir letztes Jahr nur ein 1878er Stück aus O ein.
Aber ich berichte später, wobei ich mich bisher nur im deutschsprachigen Auktionsraum umgeschaut habe.

gewisse Auktionsanbieter die bei der Erhaltung schummeln (also z.B. Bei denen alles mindestens vz-st ist) lasse ich bei der Recherche außen vor:D
 
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So, ein kurzer Überblick, das Angebot ist überschaubar,

Ich habe ab Januar 2019 bis kommende Auktionen geschaut.

Als da wären:

1875er

MS63 für 1750,- zugeschlagen
ss-vz für 1050,- zugeschlagen
vz für 1400,- zugeschlagen
AU55 unverkauft

Kommende Auktion aus O:
vz-st
ss-vz


1878er

ss für 420,- zugeschlagen
f.vz Unverkauft
f.vz für 850,- zugeschlagen
vz-st für 1900,- zugeschlagen
ss-vz für 400,- zugeschlagen
ss-vz 420,- zugeschlagen

Kommende Auktion aus O:
ss
 
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Also relativ ausgeglichen das Angebot. Was mich darauf schließen lässt das es wohl mit einer geschätzten Prägeanzahl von 50.000 passen könnte.
Da stellt sich mir die Frage, warum wurde 1875 vermutlich erst 1876 in solch geringen Auflage geprägt? Und dann 1878 wieder.
Achtung Hypothese!
Ich spekuliere mal das es mehr oder weniger um Prestigeprägungen ging. Also das Bayern halt zumindest in jedem Jahr eine Doppelkrone prägen wollte, wenn ein Auftrag für Doppelkronen vorlag. Also hat man halt einen Jahrgangsstempel gefertigt und bis zum Ende des Stempels geprägt.
1877 fehlt, da war dann kein Auftrag für eine Doppelkrone in München.
 
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Also relativ ausgeglichen das Angebot. Was mich darauf schließen lässt das es wohl mit einer geschätzten Prägeanzahl von 50.000 passen könnte.
Da stellt sich mir die Frage, warum wurde 1875 vermutlich erst 1876 in solch geringen Auflage geprägt? Und dann 1878 wieder.
Achtung Hypothese!
Ich spekuliere mal das es mehr oder weniger um Prestigeprägungen ging. Also das Bayern halt zumindest in jedem Jahr eine Doppelkrone prägen wollte, wenn ein Auftrag für Doppelkronen vorlag. Also hat man halt einen Jahrgangsstempel gefertigt und bis zum Ende des Stempels geprägt.
1877 fehlt, da war dann kein Auftrag für eine Doppelkrone in München.
Ende der 1870er Jahre hörten die Staatsaufträge nach und nach auf. Vielleicht wurde der Stempel mit der Jahreszahl 1875 in Erwartung eines dann nicht erteilten Auftrages gefertigt und dann 1876 mit aufgebraucht?
 
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Kroni - Die Quelle von Kummer ist ein numismatischer Volltreffer!

Ich bin mal dort dem Central-Blatt für das Deutsche Reich nachgegangen. Die ganze Zeitschrift ist online auf dem Server der Bayerischen Staatsbibliothek online einsehbar und unter nicht-kommerzieller Nutzung als pdf frei verfügbar.
Zentralblatt für das Deutsche Reich - BSB-Katalog
Auf dem Scan Nr. 7 ist unter Punkt 11 des Inhaltsverzeichnisses sind die Seiten bzgl. sämtlicher wöchentlicher Prägungen aufgeführt. Ich gehe davon aus, dass dies auch bei den anderen Jahrgängen verfügbar ist.

Die in Kummer zitierte Quelle habe ich hier angehängt. Da auch die kumulierten Prägezahlen angegeben sind, habe ich schlussfolgern können:

Prägungen mit dem Stempel "1875":
im Jahr 1875: 5002 Stk. (die Zahl muss noch in der Zeitschrift des Jahres 1875 gefunden werden)
im Jahr 1876: 27.124 Stk.

also zusammen: 32.126 Stück. Interessant dabei auch, dass die größte Anzahl der Bestellungen aus Privat kommt.


Ich denke, es wird jetzt Zeit, dass ich mir mal den Kummer zulege...
 

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Kroni - Die Quelle von Kummer ist ein numismatischer Volltreffer!

Ich bin mal dort dem Central-Blatt für das Deutsche Reich nachgegangen. Die ganze Zeitschrift ist online auf dem Server der Bayerischen Staatsbibliothek online einsehbar und unter nicht-kommerzieller Nutzung als pdf frei verfügbar.
Zentralblatt für das Deutsche Reich - BSB-Katalog
Auf dem Scan Nr. 7 ist unter Punkt 11 des Inhaltsverzeichnisses sind die Seiten bzgl. sämtlicher wöchentlicher Prägungen aufgeführt. Ich gehe davon aus, dass dies auch bei den anderen Jahrgängen verfügbar ist.

Die in Kummer zitierte Quelle habe ich hier angehängt. Da auch die kumulierten Prägezahlen angegeben sind, habe ich schlussfolgern können:

Prägungen mit dem Stempel "1875":
im Jahr 1875: 5002 Stk. (die Zahl muss noch in der Zeitschrift des Jahres 1875 gefunden werden)
im Jahr 1876: 27.124 Stk.

also zusammen: 32.126 Stück. Interessant dabei auch, dass die größte Anzahl der Bestellungen aus Privat kommt.


Ich denke, es wird jetzt Zeit, dass ich mir mal den Kummer zulege...
Phantastisch!
 
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Na bitte! Da lagen wir mit unseren Einschätzungen doch ganz gut im Rahmen. Gut 32 k Exemplare laut Florian, wir hatten von maximal 50 k geschrieben.
 
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