Sternenfreundethred

hh1969

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Was gibt's im Mai zu gucken?

Der Mai ist da und für Sternengucker heisst das, dass man lange warten muss, bis man den Sternenhimmel bewundern kann.

Dank der Zeitumstellung Ende März dauert es bei mir im Westen der Republik nun am 1. Mai schon bis 23:26 MESZ, bis es völlig dunkel ist. Ab dem 24. Mai beginnt hier die Mitternachtsdämmerung, dass heisst, die Sonne rutscht keine 18° mehr unter den Nordhorizont und es wird bis Mitte Juli überhaupt nicht mehr vollständig dunkel.

In Norddeutschland ist das schon früher der Fall und weiter südlich später.

Unser Tagesgestirn erreicht nun große Höhen über dem Südhorizont. Die Deklination steigt von +15° am 1. Mai auf +21,9° am 31. Mai. Am letzten Tag des Monats steht die Sonne dann mittags z.B. in München 64° hoch über dem Horizont - fast der Maximalwert.

Anders als in den letzten Monaten sind im Mai 2021 alle fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planten zu sehen: Merkur, Venus und Mars spätabends, Jupiter und Saturn frühmorgens.

Merkur kann in der Zeit vom 6. bis 13. Mai abends gegen 22 Uhr MESZ tief im Nordwesten gut erkannt werden. Am 13. leistet die schmale Sichel des zunehmenden Mondes gute Aufsuchdienste:

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Merkur in der Nähe des Mondes, Venus in der Nähe des Horizontes rechts unterhalb des Mondes.

Venus beginnt ihre Abendsternperiode. In der ersten Monatshälfte ist unser Schwesterplanet aber noch ein harter Brocken, da er bereits ca. 45 Minuten nach der Sonne untergeht. Da ist die Abenddämmerung noch recht hell und Venus nur schwierig zu erblicken. Ohnehin sind Abendsichtbarkeitsperioden im Sommer und Herbst für die Beobachtung von Venus immer ungünstig von Mitteleuropa aus, da die Ekliptik flach zum abendlichen Horizont verläuft und Venus auch nach Sonnenuntergang keine großen Höhen am Abendhimmel erreicht. Man muss sie immer horizontnah aufsuchen.

Mars nähert sich dem Ende seiner Sichtbarkeitsperiode, die Sonne rückt ihm immer mehr auf den Pelz. Er hält sich mittlerweile im Sternbild Zwillinge auf. Noch kann man ihn entdecken, er ist allerdings mittlerweile aufgund der großen Distanz zur Erde recht lichtschwach. Auf dem Bild weiter oben ist er unter dem "g" der Zwillinge zu sehen.

Jupiter und Saturn sind beide am besten morgens vor Beginn der nautischen Dämmerung, also gegen 4 Uhr Sommerzeit, im Südosten zu bewundern. Am 4. Mai 2021 erhalten beide Besuch vom abnehmenden Halbmond, dargestellt ist der Anblick gegen halb 5 Uhr morgens. Saturn steht rechts oberhalb des Mondes, Jupiter ist deutlich heller links oberhalb des Mondes zu finden.

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Schauen wir in die Natur, so ist der Frühling nun in vollem Gange. Flieder und Goldregen blühen. Und für mich immer am eindrucksvollsten waren in meiner Kindheit die Rosskastanienbäume mit ihren prachtvollen Blütenkerzen in weiß oder intensivem rosa. Insbesondere nach Regen waren die Straßen immer übersät mit den Blütenblättern.

Zum Schluss noch ein kleines Liedchen aus den Anfang-80ern, vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch daran:


Ich wünsche - wie immer - gutes Wetter zum Beobachten.
 
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hh1969

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Außer der Reihe schon mal ein Hinweis für den Juni:

Am 10. Juni 2021 - das ist nach Lage der Dinge ein Donnerstag - findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt. Allerdings im hohen Norden unseres Planeten: Wer an diesem Tag am geografischen Nordpol der Erde ist UND klares Wetter hat, kann sie beobachten.

In Deutschland ist eine partielle Bedeckung beobachtbar - wenn's denn mit dem Wetter passt.

Nachfolgend die Daten für zwei extreme Orte in Deutschland:

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Beste Sichtbarkeit Insel Borkum:
Beginn: 11:21
Maximum: 12:27
Ende: 13:37
Größe der Finsternis: 30,9 % des Sonnendurchmessers werden maximal verdeckt.

Schlechteste Sichtbarkeit Berchtesgaden:
Beginn: 11:43
Maximum: 12:31
Ende: 13:20
Größe der Finsternis: 12,1% des Sonnendurchmessers werden maximal verdeckt.

Für alle anderen gibt's irgendwas dazwischen. Generell gilt bei dieser Finsternis: Von Nordwesten nach Südosten nimmt der "angeknabberte" Teil der Sonnenscheibe merkbar ab.

Die Sonne steht um diese Zeit rund 60° hoch am Himmel. Ich warne ausdrücklich davor, ohne geeignete Schutzmaßnahmen (nein, eine FFP2-Maske wird nicht helfen....) direkt in die Sonne zu blicken, erst recht nicht mit optischen Hilfsmitteln: Schwerste Augenschäden bis hin zur Erblindung sind die Folge!

Animation der Sonnenfinsternis


Wer's verpasst oder wem das Wetter nicht hold ist: Schon am 25. Oktober 2022 gibt's die nächste Gelegenheit, da werden dann relativ einheitlich in ganz Deutschland - ebenfalls zur Mittagszeit - ca. 25% des Sonnendurchmessers bedeckt.

Für nähere Infos hier noch ein Link: Ringförmige Sonnenfinsternis am 10.06.2021

Wer sich generell für Sonnen- und Mondfinsternisse interessiert kennt vermutlich auch "Mr. Eclipse" Fred Espenak von der NASA und seine geniale Netzseite: NASA Eclipse Web Site
 
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hh1969

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Heute fand eine totale Mondfinsternis statt - in Europa zur Mittagszeit. Anbei ein Foto, dass ich im Netz finden konnte. Der voll verfinsterte Mond steht im Sternbild Skorpion. Rechts vom Mond Beta Scorpii (Acrab), darunter Delta Scorpii. Links vom Mond leuchtet Antares.
 

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Kann es sein das der Mond gerade am nähesten zur Erde ist?
 

hh1969

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Der Juni naht.....

....und mit ihm schwierige Zeiten für Sternfreunde.

Erstens wird es in einem Großteil der Republik nachts nicht mehr völlig dunkel (im Norden kann man die Mitternachtsdämmerung erleben und leuchtende Nachtwolken knipsen) und zweitens muss man lange warten, bis man Sterne sehen kann. Am 21. um 5:32 MESZ ist Sommersonnenwende. An meinem Wohnort ganz im Westen geht die Sonne erst gegen 21:50 MESZ unter - vor 23 Uhr ist da also wenig zu machen. Dafür entschädigen mittlerweile nicht mehr ganz so frische Nachttemperaturen.

Aber der Reihe nach. Unser Tagesgestirn erklimmt wie gesagt den Gipfel seiner Jahresbahn. Anfang Juni steht die Sonne im Stier nahe Aldebaran und läuft bis Ende Juni in den Zentralteil der Zwillinge. Die Deklination verändert sich dabei kaum: Am 1. +22°, am 30. +23,2°.

Auf die Sonnenfinsternis am 10. habe ich schon weiter oben hingewiesen.

Merkur ist in diesem Monat nicht zu entdecken. Venus baut ihre Rolle als Abendstern nur zögerlich aus und versinkt bald nach Sonnenuntergang im Nordwesten. Am 12. erhält sie Besuch von der schmalen zunehmenden Mondsichel. Einen Tag später ist der Mond zu Gast bei Mars, der sich im Juni vom Abendhimmel verabschiedet. Die Sonne rückt ihm immer näher auf den Pelz. Zu finden wäre er nach Einbruch der Dunkelheit links der Zwillingshauptsterne Castor und Pollux.

Anbei der Himmelsanblick gen WNW am Sonntagabend des 13. Juni gegen 23:00 MESZ. Der helle Punkt in den Zwillingen ist Venus.

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Jupiter und Saturn gehen beide erst gegen Mitternacht auf und sind am besten vor Beginn der nautischen Dämmerung gegen 3:00 MESZ zu besichtigen. Am 28. frühmorgens gegen 3:00 MESZ sieht man unseren Mond zwischen beiden Gasriesen.

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Vollmond ist am 24. Juni und - da er einen Tag vorher in Erdnähe stand - wird man wieder eine relativ große fahle Vollmondscheibe bewundern dürfen, die dazu noch mit -25° Deklination sehr weit südlich steht - tiefer, als die Sonne um Weihnachten herum.

Schauen wir auf die Natur so stellen wir fest: Der Frühsommer hat begonnen. Ganz besonders freue ich mich jedes Jahr über a) den Klatschmohn und sein fantastisches Rot und b) die Lindenblüte. Davon hat's hier relativ viele und an warmen Tagen riecht man den süßlichen Geruch der Blüten schon, wenn man die Haustüre öffnet.

Nach dem üblen Mai wünsche ich allen einen viel sonnigeren und wärmeren Juni. Ich bin überzeugt, dass auch die Natur wieder reichlich Niederschlag abbekommt, insbesondere durch hoffentlich einige spektakuläre Gewitter.
 
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Und….? Jemand die Sofi live verfolgt?
Hier ein paar Netzfunde. Konnte nur ein Bild mit dem Sonnenring finden. Aber schon schön. :)
 

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Wien, ca. 12:35 MESZ, auch davor und danach schön zu sehen. (Finsternisbrille und Projektion durch Lochblenden - Bild durch ein Sieb anbei)

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Halbzeit 2021! In einem halben Jahr ist Silvester.

Zunächst naht aber der Juli - der Urlaubs- und Reisemonat - zusammen mit dem August.

Blicken wir zunächst auf unser Tagesgestirn. Zu Monatsbeginn hält es sich scheinbar im Zentralteil des Sternbilds Zwillinge auf. Am 20. erfolgt der Wechsel ins Sternbild Krebs und am 31. steht die Sonne dann mittig in diesem Sternbild. Die Sommersonnenwende liegt hinter uns, demzufolge sinken die Sonnendeklinationen nun wieder. Im Juli allerdings kaum merklich: Am 1. von +23°,1 auf +18°,3 am Monatsletzten. Die Tageslänge nimmt um rund eine Stunde ab - für Stern- und Planetengucker ist der Monat also immer noch ungünstig.

Zudem erreicht die Erde am 5. ihren sonnenfernsten Bahnpunkt, das sogenannte Aphel. Das ist auch der Grund, warum der Sommer auf der Nordhalbkugel die längste Jahreszeit ist, denn mit zunehmender Distanz vom Zentralstern bewegen sich die Planeten langsamer.

Merkur ist im Juli 2021 von Deutschland aus mit bloßem Auge nicht zu erblicken.

Venus ist weiterhin Abendstern, berauschend ist die Sichtbarkeit allerdings weiterhin nicht. Ca. 1 1/4 Stunde nach der Sonne geht auch Venus unter. Am 13. überholt Venus Mars 0°,5 nördlich, am 21. passiert sie den Löwenhauptstern Regulus 1°,2 nördlich. Für beide Konjunktionen ist mindestens ein Fernglas erforderlich.

Am Sonntag, den 11. Juli 2021, nähert sich die sehr schmale Mondsichel Venus am Abendhimmel: Hier ein Anblick um 22:30 MESZ mit Blickrichtung WNW:

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Mars ist in der hellen Abenddämmerung nicht mehr auffindbar. Am 29. überholt auch er Regulus 0°,7 nördlich, auch das ist selbst mit einem Fernglas nur schwierig zu beobachten. Erst zur Weihnachtszeit gibt es ein Wiedersehen mit dem roten Planeten - dann allerdings frühmorgens.

Jupiter und Saturn stehen im nächsten Monat in Opposition zur Sonne und erobern nun langsam den Abendhimmel, nachdem sie nach Einbruch der Dunkelheit im Südosten aufgehen.

Am 24. ist um 4:37 MESZ Vollmond, abends findet sich die fahle Mondscheibe dann bei Saturn ein:

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Saturn ist der helle Punkt oberhalb des Mondes. Himmelsanblick gegen 23:30 MESZ.

Einen Tag später steht unser Trabant dann beim größten Planeten unseres Sonnensystems:

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Jupiter ist der helle Punkt links oberhalb. Himmelsanblick ebenfalls um 23:30 MESZ.

Blicken wir zum Schluss noch in die Natur: Es ist nun Hochsommer. Beerenfrüchte reifen (Johannisbeere und Brombeere zum Beispiel) aber auch der Holunder fällt nun auf mit seinen vielen doldenartig gruppierten schwarzen Beeren. Das Getreide reift nun vielerorts und sorgt für gelbe Felder.

Ab dem 20. Juli beginnt mit den Hundstagen die heißeste Zeit des Jahres, die bis zum 20. August andauert.

Ich wünsche allen einen schönen Sommermonat und viel Spaß beim Beobachten - zumindest bei den aktuellen Temperaturen ist man ja gerne was länger draußen.
 
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Bin um 4.40 Uhr aufgestanden. Draußen wurde es langsam heller und ein einziger Stern am Himmel der recht groß und hell im südsüdwestlichen Nachthimmel von München sich noch gut zeigte. Alle paar Minuten wenn ich in den Himmel schaue hat sich dessen Position kaum verändert, nimmt aber an Größe erkennbar ab. Zumindest scheint es nur so je heller es draußen wird.

Ich gehe stark davon aus das ich den Jupiter hier im Wassermann gesehen haben muss. Für den Saturn im Steinbock ist die Sicht durch die großen alten Lindenbäume leider verdeckt.
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Eine Frage an die Sternenbeobachter unter euch. Was für ein Teleskop benutzt ihr und kann man damit die Ringe des Saturn sehen oder sogar den großen Sturm auf dem Saturn? Welche Brennweite oder Vergrößerung wäre hier von Nöten sofern dies erschwinglich wäre?
 
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