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Strafen bei Falschmünzerei in der Stadt Hildesheim

Dieses Thema im Forum "Münzen & Geschichte" wurde erstellt von Muppetshow, 20. Mai 2020.

  1. Muppetshow

    Muppetshow

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    Bei meinen Recherchen zu den Münzen der Stadt Hildesheim bin ich auf zwei sehr kurze Mitteilungen gestoßen, in denen der Umgang mit Münzfälschern und denjenigen, die wissentlich falsches Geld in Verkehr brachten, geschildert wird:

    - im Jahre 1518 wurde ein Mann der Falschmünzerei überführt. Welche Art von Münzen er fälschte, entzieht sich leider unserer Kenntnis - die Stadt prägte zu dieser Zeit jedenfalls nur verschiedene Sorten von Pfennigen, namentlich leichte Pfennige und Gosler. Zu seiner Schmach wurde verfügt, ein Gewand üppig mit den von ihm gefälschten Münzen zu besticken, in welchem er vor seiner Hinrichtung durch die ganze Stadt zur Schau geführt worden ist.

    - oft heißt es - und ich halte dies für sehr einleuchtend - dass falsche Münzen hauptsächlich in den spärlich beleuchteten Wirtshäusern ihren Besitzer wechselten, da diese bei Dunkelheit kaum begutachtet werden konnten. Diesen Umstand machten sich 1755 auch vier Schuhmachergesellen zu Nutze: anstatt beim spätabendlichen Verlassen der Stadt ordnungsgemäß ein Torgeld zu entrichten, drückten sie dem Soldaten ein aus einem blech ausgeschnittenes, rundes Kupferstück in die Hand. Allerdings erkannte der Soldat einen der Gesellen und meldete den Vorfall dem Rat der Stadt, der den Betrüger zu einer Strafzahlung von einem Reichstaler und 4 guten Groschen zu Gunsten der Stadtkasse verurteilte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Mai 2020
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