Strahlenmuster auf sächsischen Münzen - woher entstammt es?

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Inhomogenitäten im Schrötling vielleicht?

Moin Moin,

dieses würde ich allein aus Gründen der aus den Abb. in den Beiträgen #211 und #221 sichtbaren hohen Gleichmäßigkeit der ominösen Strukturen der Münze doch eher ausschließen.
 
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....... Und zwar würde ich gern wissen, was für eigenartige Streifen dies sind? Kann es sich um Justierspuren handeln? Verwunderlich ist, dass diese so strahlenförmig von innen nach außen verlaufen. Bei dem linken Stück sehr großflächig, beim rechten Stück nur im unteren Bereich auf 6 Uhr.Anhang anzeigen 187131

Moin Moin,

zu diesen Stücken muss vor weiteren Überlegungen unbedingt geklärt sein, ob es sich - und hier greife ich die Frage von "B555andi" auf - lediglich um Farbliches handelt, oder ob es sich, wie sich für mich zumindest teilweise darstellend, um ein fühlbares "Kerbenmuster" im Münzbild handelt.
Justierspuren mit diesem seltsamen, da mit nicht parallel verlaufenden Detailspuren, Muster halte ich für eher unwahrscheinlich. Außerdem würde es durch das Vorhandensein auf dem Münzbild bedeuten, dass man bei dieser ansonsten 'sauberen' Prägung die Münze justiert hätte. Da für mich nicht vorstellbar frage ich mich, ob das in früheren Zeiten tatsächlich gängige Vorgehensweise gewesen sein soll / gewesen ist Münzen derart mutwillig zu "justierverunstallten" ? :(
 

FooFighter

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... zu diesen Stücken muss vor weiteren Überlegungen unbedingt geklärt sein, ob es sich - und hier greife ich die Frage von "B555andi" auf - lediglich um Farbliches handelt, oder ob es sich, wie sich für mich zumindest teilweise darstellend, um ein fühlbares "Kerbenmuster" im Münzbild handelt.
Justierspuren mit diesem seltsamen, da mit nicht parallel verlaufenden Detailspuren, Muster halte ich für eher unwahrscheinlich. Außerdem würde es durch das Vorhandensein auf dem Münzbild bedeuten, dass man bei dieser ansonsten 'sauberen' Prägung die Münze justiert hätte. Da für mich nicht vorstellbar frage ich mich, ob das in früheren Zeiten tatsächlich gängige Vorgehensweise gewesen sein soll / gewesen ist Münzen derart mutwillig zu "justierverunstallten" ? :(

Zu der linken Münze kann ich leider nichts sagen. Ich hatte lediglich bei acsearch in zurückliegenden Auktionen nach sächsischen Doppeltalern von 1855 gesucht, um zu schauen, ob es mehrere Stücke mit diesen Strahlen wie bei meiner Münze auf dem rechten Bild gibt. Dabei bin ich nur auf dieses eine Exemplar des linken Bildes gestoßen, welches ebenfalls dieses Strahlenmuster aufweist. Ob es sich dort um ein fühlbares Kerbenmuster handelt, kann ich also nicht sagen. Bei meiner Münze ist es aber deutlich fühlbar.
 
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Wie sieht denn die andere Seite der Münze aus ?
Vielleicht eine Lichtenrader Prägung ?
 
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Wie sieht denn die andere Seite der Münze aus ?
Vielleicht eine Lichtenrader Prägung ?

Moin Moin,

eine Abb. der Rs wäre auf jeden Fall von Vorteil.
Einer Leerprägung (Lichtenrader Prägung) muss man aus 2 Gründen auch ohne Abb. der Rs zu haben skeptisch gegenüber stehen:
1. Es ist (für mich) kaum vorstellbar, dass die andere Münzseite derart viele strahlenförmige Münzbilddetails - und dann an den sichtbaren Stellen - aufweisen soll.
2. Bei Leerprägungen bilden sich die Münzbilder zwar nicht immer, aber überwiegend an der Stelle gegenseitig ab, wo der höchste Prägedruck wirksam wird - und dass ist zweifelsfrei das Stempel- und somit auch das Münzenzentrum.
Ausnahmen sind auch hier möglich, aber .......
....... warten wir die, m.E. diesen Prägefehler mit einiger Wahrscheinlichkeit ausschließende, Abb. von "FooFighter" ab. ;):)
 
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Moin Moin,

1. Dann trifft meine vermutende Aussage in Beitrag #6227 zu, dass es sich nicht um eine Leerprägung handelt.
2. Abziehspuren vor allem in dieser nicht möglichen Form (strahlenförmig statt plausibel parallel :() an einer "sauber" geprägten Münze habe ich bereits in Beitrag #6224 angezweifelt, denn wegen ein paar Milligramm einer Ag-Legierung zuviel wird man m.E. doch keine Münze verunstalten !? :eek: ;)

---> Ich tendiere stark in die bereits beim ersten Blick ein wenig vermutete Richtung, dass es sich bei diesen Münzbildzusätzen in Form von teilweise recht deutlich vertieften "Kerben" vor allem an hohen Stellen des Münzbildes um etwas wahrscheinlich mit ein wenig Druck und 'Aufliegendes mit dem Strahlenmuster' nachträglich Erzeugtes (also im Grunde Ungewolltes!?) handeln kann (handelt) - eine Beschädigung.
 
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---> Ich tendiere stark in die bereits beim ersten Blick ein wenig vermutete Richtung, dass es sich bei diesen Münzbildzusätzen in Form von teilweise recht deutlich vertieften "Kerben" vor allem an hohen Stellen des Münzbildes um etwas wahrscheinlich mit ein wenig Druck und 'Aufliegendes mit dem Strahlenmuster' nachträglich Erzeugtes (also im Grunde Ungewolltes!?) handeln kann (handelt) - eine Beschädigung.
Karl-Heinz, das glaube ich eher nicht. Sieh dir bitte mal die andere Münze an, wo die Strahlenförmige Struktur auch im Münzgrund und dem Relief verläuft. Das spricht nicht für eine spätere Beschädigung. Auch nicht für Abziehspuren, die wären ja nicht auf dem Relief. Und Strahlenförnige Abziehspuren, da sind wir uns eh einig. Wobei Abziehspuren nicht unbedingt parallel laufen müssen. Möglich wäre noch das die Schrötlinge irgendwie vorher die "Strahlen" bekommen hat. Nur wie?
 
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Bei der anderen Münze wirken die Stahlen auf mich wie Patina. Ist das möglich?
 

B555andi

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Da Rico die Münze nicht vorliegen hat, werden wir bei diesem Stück diese Frage nicht beantwortet bekommen.
 
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