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[Tripreport] Madeira / Portugal

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Hallo,

die letzten Tage war ich wieder durch halb Europa unterwegs, hauptsächlich stand dabei die portugiesische Insel Madeira auf dem Plan. Mit ganzen drei Hotelübernachtungen am Stück war dies zudem der zweitlängste Trip den ich dieses Jahr gemacht habe. ;)

Los ging es eigentlich schon letzten Sonntag mit einem Trip nach Prag.

So, 22.11.2009, 12:25-13:35 Köln-Prag (Germanwings)
Mo, 23.11.2009, 13:20-14:40 Prag-Köln (Germanwings)

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Eine echt tolle Stadt, die ich bisher nur einmal mit dem Auto bereist habe und das auch noch bei schlechtem Wetter, da hat die diesmal doch einen deutlich besseren Eindruck bei mir hinterlassen.

Aber in diesem Report möchte ich mich dann doch lieber Madeira widmen. Zurück aus Prag brauchte ich meinen Rucksack gar nicht auspacken, denn nach Hause ging es nur zum Übernachten. Für die nächsten Tage stand dann das hier an:

Di, 24.11.2009, 13:25-16:50 Hannover-Funchal (Tuifly)
Fr, 27.11.2009, 07:25-09:05 Funchal-Lissabon (TAP Portugal)
Fr, 27.11.2009, 16:20-19:00 Lissabon-Mallorca (Niki)
Fr, 27.11.2009, 20:30-22:55 Mallorca-Paderborn (Air Berlin)

Für Tuifly war es der letzte Flug des Jahres nach Madeira, daher gab es keine Rückflüge nach Deutschland mehr. Als Alternativen gab es noch direkte Flüge mit Air Berlin (jedoch zu teuer) oder per Umsteigeverbindung. Ich hätte z.B. über London zurück fliegen können, entschied mich dann aber für TAP Portugal und einen Flug von Madeira nach Lissabon bzw. dann später weiter mit Air Berlin nach Hause. War für mich die günstigste Lösung und ein kleiner Lissabon Daytrip war so gleich noch inklusive.

Madeira liegt grob gesehen zwischen Lissabon und den kanarischen Inseln und hat zu Deutschland eine Zeitverschiebung von 1 Stunde (zurück). Während die Kanaren zu Spanien gehören ist Madeira in portugiesischen Händen. Die Insel liegt aber näher an Marokko als an Portugal und gehört auch geografisch gesehen zu Afrika.

Der Flug in die Hauptstadt Funchal war wie erwartet nicht gerade voll, nur um die 40 Passagiere fanden sich dafür zusammen. 3/4 der Plätze blieben somit unbesetzt, was bei über 4 Stunden Flugzeit schon sehr angenehm ist. Auf Fotos von Flugzeugessen und Fensterfotos auf der Strecke verzichte ich mal, das gab es in meinen bisherigen Reports schon genug... geht nun also gleich in den Landeanflug.

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Das Wetter war recht bewölkt, aber das konnte mir am ersten Tag noch egal sein. Denn die eine Stunde bis Sonnenuntergang ging für Mietwagenübernahme und Hotelsuche drauf. Das Hotel hatte ich bei der Promotion Aktion einer englischen Hotelseite für 10 Pfund die Nacht gebucht, Normalpreis wäre fast das 10-fache gewesen. Es war das Inn&Art (Inn & Art Hotels and Villas in Madeira, Portugal - An Island Holiday Destination where you can go Fishing, golf, scuba diving, levada walks, island tours, Night Life.), was im Süden zwischen dem Flughafen und Funchal liegt. Da ich ein Apartement mit Küche bekommen habe, konnte ich so auch gleich noch einkaufen gehen und den Kühlschrank für die nächsten Tage füllen.

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Der Mietwagen war ein Opel Corsa mit etwas wenig PS für die bergige Gegend dort. Ich musste oft in den ersten Gang schalten, da ich sonst nicht den Berg hochgekommen wäre.

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Am zweiten Tag hieß es dann früh aufstehen, denn die beiden vollen Tage am Mittwoch und Donnerstag sollten natürlich so gut es geht genutzt werden, sprich von Sonnenaufgang um 7:45 Uhr bis Sonnenuntergang um 18:05 Uhr. Ersteren schaute ich mir dann im Osten der Insel an.

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Vom Osten ging es dann in den Westen der Insel, immer der Südküste entlang, was auf der Straße etwa 80 km sind. Soviele Brücken und Tunnel auf so kleinem Raum gibt es sonst wohl kaum in Europa. Und wie sehr die Tunnel helfen, merkt man spätestens dann, wenn mal einer aufgrund einer Baustelle gesperrt ist. Statt 500 Meter Tunnel muss man dann auch mal 10 km Bergpässe überwinden.

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Na, wer traut sich da rein? ;)

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Hier bin ich dann schon im Westen angekommen.

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Um die Umrundung zu vollenden, ging es anschließend an der Nordküste entlang wieder zu meinem Ausgangspunkt.

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Oft hat man die Wahl zwischen Tunnel und parallel verlaufener (alter) Küstenstraße. Auf Schildern wird jedoch deutlich darauf hingewiesen, dass diese nur auf eigene Gefahr befahren werden, da es jederzeit zu Steinschlägen kommen kann. Aber schöner ist es ja schon...

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Hier bin ich dann schon wieder an meinem Ausgangspunkt angekommen, wo ich mir 7 Stunden zuvor noch den Sonnenaufgang angeschaut hatte. Nun nochmal in anderem Licht...

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Den Rest des Tages ging es dann noch etwas ohne Ziel umher.

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Nach Sonnenuntergang ging es zurück ins Hotel um am nächsten Morgen wieder fit zu sein für den Sonnenaufgang. ;) Dafür fuhr ich aber nicht weg, sondern ging beim Hotel an die Steilküste.

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Die Hauptstadt Funchal lag nur wenige Kilometer vom Hotel entfernt, aber ich bin dort nur einmal kurz reingefahren und nicht ausgestiegen. Auf eine Großstadt mit viel Verkehr hatte ich nicht wirklich Lust, da war mir die Natur der Insel lieber. Aus der Entfernung sieht die Stadt aber ganz nett aus...

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Extrem fand ich diese Straße hier, etwa 1-2 km nur bergauf mit einer so starken Steigung, dass ich es erst im zweiten Versuch und mit Handbremse und 5000 Umdrehungen geschafft habe überhaupt anzufahren nachdem ich mal stoppen musste. Man hatte auch keine Chance sich auf eine gerade Ebene zurückrollen zu lassen, wie es z.B. in San Francisco möglich wäre um Anlauf zu nehmen. Das kommt auf dem Bild gar nicht richtig rüber... in den zweiten Gang brauchte man bei solchen Straßen erst gar nicht schalten, der Motor wäre sofort abgestorben.

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Für den Donnerstag hatte ich mir die "Mitte" der Insel vorgenommen, also alles abseits der Küstenstraßen. Bis auf knapp 1900 Meter kommt man mit dem Auto rauf, während der sich die Vegetation und vor allem die Temperatur ständig ändert. Von 24°C unten am Meer ging es runter auf 11°C in den Bergen.

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Auf der Nordseite war ich in Santana dann in einer Art Freizeitpark. Irgendwie weiß ich nicht so recht, was ich von dem halten soll... kam mir vor wie gewollt, aber nicht gekonnt. Es gab zwar u.a. vier Rides a la Phantasialand oder Disneyland, aber alles 10 Nummern kleiner und ohne wirklichen Sinn. Es wurde sogar bei jeder Sache ein Stempel auf die Eintrittskarte gedrückt, womit man nichts mehrfach besuchen konnte.

Ich weiß nicht, ob es an der Jahreszeit lag, aber an dem Tag waren dort tatsächlich mehr Angestellte als Besucher unterwegs. Die folgendem vier Bilder stammen aus dem Park, sah dort zumindest ganz schön aus.

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Von den typischen Madeira Häusern gab es in Santana noch ein paar zu sehen.

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Die Insel ist nichts für Leute mit Höhenangst. :)

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Zum Nachmittag hin zogen wieder ein paar Wolken auf. Aber das Schöne an den Kanaren und Madeira ist ja, dass man meist durch diese hindurch fahren kann.

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Als ich auf meinem Navi gesehen habe, dass es in der Mitte schnurgerade Straßen gibt, dachte ich eigentlich das dies Tunnel seien, hätte nicht gedacht das man tatsächlich oberirdisch gerade Straßen bauen kann, bzw. es in über 1000 Metern Höhe so "flach" ist.

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Den Sonnenuntergang hab ich dann um wenige Minuten verpasst, aber davon gab's ja nun schon genug in diesem Report. ;)

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Hier noch die GPS-Logs, insgesamt bin ich 720 km gefahren. Die Lücken waren jeweils Tunnel, teils über 3 km lang. Insgesamt bestehen die Straßen Madeiras übrigens aus 70(!) km Tunnelstrecke.

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Im Hotel checkte ich dann Abends noch für die Rückflüge ein, man kann ja nie wissen was am nächsten Tag dazwischen kommt. Aber da klappte alles, so daß ich bereits um 6 Uhr beim Flughafen war. Funchal-Lissabon wird auch noch von Easyjet geflogen, da der Preis aber fast gleich war, hab ich mich für TAP Portugal entschieden, die fliegen die Strecke gleich 9 mal am Tag (zumindest an dem Freitag).

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Für einen 75 Minuten Inlandsflug war die Verpflegung recht gut.

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Für Lissabon blieben dann noch 6 Stunden Zeit. Ich war schon mehrfach dort, aber immer nur mit Mietwagen und hab dabei eigentlich nichts von der Innenstadt gesehen. Das Tagesticket für den Airport-Bus gab es für 3,50 Euro, welcher recht modern eingerichtet ist. Hab ich so auch noch nie gesehen. :)

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In Lissabon bin ich dann nur etwas umher gelaufen, ich hab also keine Sehenswürdigkeiten "abgearbeitet".

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Der Flughafen liegt direkt in der Stadt, was man auf folgendem Foto gut sehen kann.

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Zu den Rückflügen mit Niki und Air Berlin gibt's nicht viel zu berichten, alles normal und aufgrund der Tageszeit zum größten Teil dunkel.

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Flugstrecke (die des Hinfluges ist nur zum Teil zu sehen, da hatte ich aus Platzgründen den Logger zwischendurch ausgeschaltet):

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Zusammen mit den Rückflügen bin ich dieses Jahr nun schon 106 mal geflogen und habe damit meinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2007 eingestellt... und dabei hatte ich mir eigentlich vorgenommen weniger zu fliegen. ;) Auch von Januar-März 2010 ist schon wieder jedes Wochenende reisetechnisch verplant. Je nach Wetterlage kann es aber sein, dass ich ein oder mehrere Trips davon sein lasse, denn außer New York im A380 ist nichts wirklich wichtiges dabei.

Die folgenden Trips nach Bukarest/Rumänien und Danzig/Polen stehen bei mir ziemlich auf der Kippe, da ich nicht wirklich Lust habe im Dezember nach Osteuropa zu fliegen... ich frag mich immer noch, wer mir sowas immer wieder bucht. ;)
 
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