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Übersicht Euro-Varianten: Münzzeichen/Wertseite

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Hallo, mich würde eine Übersicht über die "Euro-Varianten" interessieren, die bislang existieren. Da diese Definition natürlich schwer ist, folgende mir bekannte Münzen die ich da zuordnen würde:

  • Deutschland, F, 20 Cent, 2007: alte Wertseite
  • Deutschland, F, 2 Euro Hamburger Michel, 2008: alte Wertseite
  • Finnland, 2 Euro, 2006: neue Wertseite
  • Monaco, 1 Euro, 2007: ohne Münzzeichen
  • Portugal, 1 Euro, 2008: alte Wertseite

Gibt es noch mehr Münzen, die sich in diese Reihe einfügen?

Danke und Gruß,
MünzPaule
 
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Hallo, mich würde eine Übersicht über die "Euro-Varianten" interessieren, die bislang existieren. Da diese Definition natürlich schwer ist, folgende mir bekannte Münzen die ich da zuordnen würde:

  • Deutschland, F, 20 Cent, 2007: alte Wertseite
  • Deutschland, F, 2 Euro Hamburger Michel, 2008: alte Wertseite
  • Finnland, 2 Euro, 2006: neue Wertseite
  • Monaco, 1 Euro, 2007: ohne Münzzeichen
  • Portugal, 1 Euro, 2008: alte Wertseite
Gibt es noch mehr Münzen, die sich in diese Reihe einfügen?

Danke und Gruß,
MünzPaule


Moin, Moin,

ich möchte vor meinen Anmerkungen zu den Stücken bezüglich der Definitionen und Sammelgebiete wieder ein wenig "ausholen" :):D, da ich hierzu bei Sammlern (auch im Forum) immer wieder Verständnisprobleme feststelle.

M.E. ist nicht die Definition schwer (verständlich), sondern das Einordnen von entdeckten Unterschieden über die Definition in das entsprechend richtige Sammelgebiet:).
Ohne das Anstellen verschiedenster Überlegungen unter Einbeziehung von Kenntnissen zur Prägetechnik und allem "Drumherum" kann in manchen Fällen eine Entscheidung, ob es sich überhaupt um eine Variante und / oder Stempelkopplung, eine Fehlprägung oder am Ende doch nur um eine unbedeutende Prägung mit aus den verschiedensten Gründen "natürlich und / oder zufällig vermurkstem" :) Stempel handelt, schwer fallen.
Das bedeutet, dass wir es immer auch mit unseren subjektiven Einschätzungen zu tun haben werden.
Deshalb spreche / schreibe ich als Sammler bei einer anfänglichen Beurteilung möglichst erst einmal nur von einer entdeckten "Abweichung" und einer evtl. Vermutung zur Zugehörigkeit bzgl. Sammelgebiet und Definition.
Als was es sich dann diesbezüglich "entpuppt", kann sich z.B. auch erst nach Rücksprachen / Diskussionen mit anderen entsprechend Interessierten ergeben.


Wichtig - die Definitionen

1. Die Varianten (V) beinhalten sämtliche Stücke mit in Form * und Stellung bewusst veränderten Münzzeichen und Jahreszahlen einer Prägestätte und eines Jahres.

2. Von Stempelkopplungen (K) spricht man generell dann, wenn durch bewusste Vornahme von Veränderungen an Stempeln * innerhalb der Herstellungskaskade "neue" Prägewerkzeuge entstehen und diese mit den unveränderten in verschiedenen Kombinationen innerhalb einer Pägestätte und eines Jahres zum Einsatz kommen.

* Zu einer veränderten Form bzw. Veränderungen an Stempeln zählen dabei nicht die über Stempelverschleiß und / oder "Bearbeiten" / Reinigen von Stempeln durch z.B. Sandstrahlen und / oder Abziehen bekannten zufälligen Veränderungen zu feinen, dünnen, dicken, usw. Münzzeichen, Jahreszahlen und Reliefs.

3. Als Fehlprägung könnte man im Grunde erst einmal alles bezeichnen, das in seinem Aussehen von einer Normalprägung abweicht, also "fehler"haft geprägt wurde.
Was dabei interessant und somit evtl. sammelwürdig erscheinen könnte, entscheidet dann jeder Sammler nach seinen Vorstellungen.

Zu den aufgeführten Stücken:

Deutschland
Meines Wissens handelt es sich bei den beiden genannten Stücken Deutschlands um falsche Stempelkopplungen, die nicht beabsichtigt, also zufällig, entstanden und somit dem Sammelgebiet Fehlprägungen zu zu ordnen sind.
Dazu muss auch das von haraldd115 genannte Holstentor 2006 A mit neuer Wertseite gezählt werden.
Für die Sammelgebiet-Zuordnung sind auch die diesbezüglichen Aussagen der entsprechenden Prägestätten zu beachten.

Auch die finnische Münze ist eine Fehlprägung, da sie ebenfalls über die Verwendung eines für die Prägungen dieses Jahres nicht vorgesehenen Stempels versehentlich entstand und dieses, wie in Deutschland, erst nach der Auslieferung durch die Sammler bemerkt und dadurch letztlich publik gemacht wurde. Durch die verschiedensten Berichte wird dieses "Malheur" ja auch belegt.

Ob das fehlende Münzzeichen bei Monaco tatsächlich bewusst weggelassen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis (wage ich aber zu bezweifeln, da es sich bei diesem Phänomen meistens um eine Stempelverschmutzung handelt).
Bisher habe ich allerdings ein solches Stück noch nicht in Händen gehabt, so dass mich interessieren würde, ob die Stelle im Münzgrund, an der ansonsten das Mz zu finden ist, evtl. in seinem Aussehen vom umgebenden Münzgrund abweicht bzw. mit starker Lupe doch Reste sichtbar sind.

Portugal --- bewusst oder versehentlich ? Existieren dazu mir nicht bekannte Aussagen der portugiesischen Prägestätte ?

Die sogenannte Grauzone wird es wie bei vielen anderen Entscheidungen wohl immer geben !

Beste Grüße
varukop
 
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Natürlich ist varukop's Definition die allgemein verbreitete. Meine Kritik an dieser Definition ist dabei, dass nur auf den Herstellungsprozess und vor allem die Absichtlichkeit abgestellt wird. Nicht auf die mögliche Verwendbarkeit einer Münze. Unabsichtlich hergestellte (also Fehlprägungen) gibt es in allen Möglichkeiten. So gibt es falsche Stempelkopplungen 50 ct/1 EUR etc.

MünzPaule stellt offensichtlich auf die Umlauffähigkeit der Fehlprägung/Variante ab. Diese Definition ist auch für mich eine sehr sinnvolle.

Zur 1 EUR Portugal 2008: Gleicher Sachverhalt wie die drei deutschen und die finnische Münze: fehlerhafte Stempelkopplung alte Wertseite mit nationaler Bildseite 2008

Zur 1 EUR Monaco 2007 ohne Münzzeichen: Die Monnaie de Paris hat versehentlich Münzen ohne Münzzeichen geprägt, obwohl ein Münzzeichen vorgesehen war. Als der Fehler aufgefallen ist, waren bereits 2.991 Exemplare in den Umlauf gelangt.

Quelle zu beidem u.a. Schön: EURO Münzkatalog 9.A. und die Threads in diesem Forum.

Zu MünzPaules Definition (im übrigen sind das nach varukop echte Varianten, da absichtlich geprägt) zähle ich noch:

Luxemburg 2 EUR Gedenkmünze 2004 mit dem Monogramm nach rechts bzw nach links
Luxemburg 2 EUR Gedenkmünze 2005 mit französischem und mit finnischem Münzzeichen
Luxemburg 2 EUR Gedenkmünze 2006 mit französischem und mit finnischem Münzzeichen
Luxemburg 2 EUR Gedenkmünze 2009 WWU mit Künstlerzeichen und ohne Künstlerzeichen (mit einer Auflage von 2.000 Exemplaren meines Wissens die seltenste Variante nach strenger Definition)
 
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Varianten und Stempelkopplungen --- Definitionen

Moin, Moin,

meine Anmerkungen habe ich direkt im Text vermerkt.

Beste Grüße
varukop


Natürlich ist varukop's Definition die allgemein verbreitete.

---> Hierzu möchte ich in Erinnerung rufen bzw. klarstellen:
Es handelt sich eindeutig nicht "um meine" :) Definition !!, sondern um die jenige, die in den 1950er Jahren von den ersten Sammlern von Varianten ( V ) und Stempelkopplungen ( K ), zu denen auch der Autor der ersten entsprechenden Zusammenfassung, Herr Erich PAproth, gehörte, fest gelegt wurde !!
Ich sammle seit ca. 40 Jahren konsequent danach und um des "mir sehr am Herzen liegenden" Sammelgebietes der ("EPA") Varianten und Stempelkopplungen Willen versuche ich lediglich immer mal wieder diese Definitionen hier im Forum "in Erinnerung zu rufen" und dar zu legen.
Leider hat es H. Paproth versäumt, diese Definitionen in seinen beiden Katalogen nieder zu schreiben, um das System seiner Benennungen auch für die Zukunft für Jedermann klar und verständlich zu machen. In späteren Werken zu diesem Thema wurde das dann trotz entsprechender Anmahnungen weder nachgeholt, noch hat sich bei der Ausweisung von neu fest gestellten Abweichungen als Varianten (von Stempelkopplungen spricht man in (Neu):) Sammlerkreisen anscheinend gar nicht mehr !?) konsequent an die Definitionen gehalten.
---> Für die Eindeutigkeit ist wichtig, dass es sich nicht nur um die "allgemein verbreitete" Definition handeln, sondern das es m.E. die einzige sein darf !!
Abweichungen vom Grundkonzept verhindern wie in allen Bereichen des Lebens eine erforderliche einheitliche Sprache zu diesen Dingen und fördert nach meinen Erkenntnissen bei evtl. (Anfangs)Interessierten eher Ab- als Zuneigung zu diesem interessanten, aber Zeit aufwändigen, Sammelgebiet !
In den letzten Jahren ist hier durch Unwissenheit und / oder inkonsequentes Handeln leider ein nicht nur für mich leicht frustierendes Durcheinander bezüglich der Definitionen zu V + K entstanden, so dass vieles unter diesen Begriffen auftaucht, was dort nichts zu suchen hat.

Meine Kritik an dieser Definition ist dabei, dass nur auf den Herstellungsprozess und vor allem die Absichtlichkeit abgestellt wird.

---> Diese Kritik ist für mich unverständlich.
Es wird hier keineswegs auf den Herstellungsprozess der Münzen bezogen, sondern auf den Herstellungsprozess der an der Prägung beteiligten Werkzeuge - oder meintest Du das ;):) ?
Im Gegensatz zu den FP ist diese Absichtlichkeit das Fundament des Sammelns der V + K.
Man hat seinerzeit ganz klar versucht 1. zufällig Entstandenes von 2. Gewolltem zu unterscheiden.
1. Dieses sind fehlerhafte Prägungen - Fehlprägungen (FP) - die zufällig und eindeutig ungewollt, da auffällig anders, d.h., auch "vermurkst", aussehend entstanden sind.
Das kann seine Ursache z.B. in einer nicht einwandfrei arbeitenden Technik, an "unschönen" Ergebnissen von Stempelaufarbeitungen (Reinigungen), an falschen Ronden oder auch an versehentlich eingesetzten, unpassenden Stempelwerkzeugen haben.
2. Hier ist per Definition das ein zu ordnen, das durch bewusstes Handeln mit bewusst gewolltem Ergebnis in einer Prägestätte innerhalb eines Jahres entsteht. Hierzu gehören z.B. das Einpunzen unterschiedlicher Mz und Jz ( = V ) oder mehrere Kombinationen von in Details zu einem Urstempel unterschiedlicher Stempelwerkzeuge ( = K ).
Dabei ist z.B. wichtig und zu beachten, dass bei Detailveränderungen durch z.B. Nachschneiden eines Stempel "1" per Definition immer ein anderer Stempel "2" entsteht. Das ergibt, z.B. die Veränderung einer Wertseite ( W ) in z.B. Prägestätte A postuliert, für die Nomenklatur dann die vorliegende (Grund) W"1" und eine daraus erzeugte W"2". Werden nun beide W in einem Jahr parallel eingesetzt, spricht man von einer K.
M.E. sind das eine klare Definitionen.
Im Gegensatz zu den V + K, bei denen eine V + K immer nur über den Einsatz von z.B. zwei verschiedenen W-Stempeln in der selben Prägestätte und im selben Jahr entstehen kann, sind z.B. eine Dezentrierung oder die von Dir erwähnte falsche Stempelkopplung unabhängig vom Detailaussehen von Prägewerkzeugen, von der Prägestätte und vom Prägejahr immer eine FP !!
Eine bekannte Grauzone kann sich selbstverständlich wie in fast jedem System - hier über evtl. Unklarheiten zu "gewollt" / "nicht gewollt" - ergeben !
Da sind die Sammler dann auf die Aussagen der Hersteller angewiesen, damit si diese Fälle danach in das darüber in Frage kommende Sammelgebiet einordnen können - und schon ist das über z.B. einen entsprechenden Vermerk in einem Katalog m.E. ebenfalls für alle Zeiten und für alle Interessierten eindeutig fest gelegt.


Nicht auf die mögliche Verwendbarkeit einer Münze.

---> Dieses Kriterium spielt nach meinem Verständnis bei der Aufstellung der Definitionen doch in keinster Weise eine Rolle.
Sowohl sämtliche Varianten und Stempelkopplungen als auch Fehlprägungen sind gesetzlich umlauffähig und verwendbar (wenn man eine sich bei den FP evtl. ergebende Automatenuntauglichkeit einmal ausklammert). :confused::)
Es existieren keinerlei Verordnungen, die z.B. weder eine zufällig entstandene, auffällige, FP noch die in voller Absicht her gestellten, unauffälligen, V + K als nicht umlauffähig oder verwendbar einstuft !!


Unabsichtlich hergestellte (also Fehlprägungen) gibt es in allen Möglichkeiten. So gibt es falsche Stempelkopplungen 50 ct/1 EUR etc.

---> da eindeutig ungewollt (wie z.B. über eine (teilweise "peinliche") Auffälligkeit) !


MünzPaule stellt offensichtlich auf die Umlauffähigkeit der Fehlprägung/Variante ab. Diese Definition ist auch für mich eine sehr sinnvolle.

---> siehe oben


Zur 1 EUR Portugal 2008: Gleicher Sachverhalt wie die drei deutschen und die finnische Münze: fehlerhafte Stempelkopplung alte Wertseite mit nationaler Bildseite 2008

---> = Fehlprägung


Zur 1 EUR Monaco 2007 ohne Münzzeichen: Die Monnaie de Paris hat versehentlich Münzen ohne Münzzeichen geprägt, obwohl ein Münzzeichen vorgesehen war. Als der Fehler aufgefallen ist, waren bereits 2.991 Exemplare in den Umlauf gelangt.

---> = Fehlprägung

Quelle zu beidem u.a. Schön: EURO Münzkatalog 9.A. und die Threads in diesem Forum.

Zu MünzPaules Definition (im übrigen sind das nach varukop

---> nach EPA !! :) - siehe auch oben

echte Varianten,

---> und Stempelkopplungen


da absichtlich geprägt) zähle ich noch:

Luxemburg 2 EUR Gedenkmünze 2004 mit dem Monogramm nach rechts bzw nach links -------> = K
Luxemburg 2 EUR Gedenkmünze 2005 mit französischem und mit finnischem Münzzeichen -------> = V
Luxemburg 2 EUR Gedenkmünze 2006 mit französischem und mit finnischem Münzzeichen -------> = V
Luxemburg 2 EUR Gedenkmünze 2009 WWU mit Künstlerzeichen und ohne Künstlerzeichen -------> = K
(mit einer Auflage von 2.000 Exemplaren meines Wissens die seltenste Variante

---> Kopplung

nach strenger Definition)
 
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