Umlaufmünzen sammeln - Tipps?

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Hallo zusammen,

vor einigen Wochen hat mich irgendwie das Umlaufmünzen-Sammeln angetan. Sowohl Gedenkzweier, als auch die nationalen Münzen aller Euroländer möchte ich sammeln, natürlich ohne, dass ich Münzen dazukaufe.

Nur das Wenige Wechselgeld das ich so bekomme durchzusehen, war mir natürlich zu langweilig und so habe ich mir in letzter Zeit schon die ein oder andere Münzrolle von der Sparkasse geholt.

Jetzt meine Frage:
Wie sammelt ihr so in größerem Umfang Umlaufmünzen? Tonnenweise Münzrollen bei der Bank (evtl. Bundesbank?) holen, durchsehen und wieder einzahlen?

Ich komme mir da immer ein wenig komisch vor, so tausend Euro in Münzen am Automaten einzuzahlen und dann direkt im Anschluss wieder 20 2€-Rollen rauszulassen :lachtot:
(Mal abgesehen davon, dass das auch gar nicht so billig ist, da die Sparkasse hier pro Rolle Gebühren verlangt.) Eigentlich ist das was ich da mache total dämlich, aber ich freue mich jedes mal wie wie ein Schnitzel, wenn ich die Rollen durchsehe und wieder einen neuen Gedenkzweier entdecke ;)


Gruß!
 
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Hi Cuhxo,

schön, dass du zum Münzensammeln und in dieses Forum gefunden hast! Ich denke, die meisten Mitglieder dieses Forums beschränken sich nicht nur auf das Münz-Fischen aus dem Umlauf, sondern kaufen auch/ausschließlich unzirkulierte Münzen, oft auch in besonders guter Prägequalität (die man im Umlauf gar nicht findet). Wenn man vollständig sein möchte in seinem Sammelgebiet, dann geht das auch nicht anders. Aber der ersten Schritt waren wahrscheinlich bei jedem verschiedene Münzen, die man sich aus dem Umlauf aufgehoben hat.

Wenn du wirklich nur Münzen aus dem Umlauf sammeln möchtest und kein zusätzliches Geld ausgeben, dann ist der von dir beschrieben Weg (Rollen von der Bank) sicher der beste. Wenn du auch mit anderen tauschen möchtest, dann gibt es hier im Forum eine eigene Rubrik dazu, und auch auf Numista (einfach mal danach googlen) finden viele ihre Tauschpartner.

Es werden sich allerdings zwangsläufig mal folgenden Fragen stellen:

Warum investiere ich Zeit und auch Geld (Gebühren) in das Durchsuchen von Münzrollen, wenn ich mir viele Gedenk-2er schon um 3 Euro kaufen könnte?
Warum investiere ich in Porto-Gebühren beim Tauschen, wenn ich manche Münzen in Summe günstiger bei einem Händler erwerben kann?
Wenn ich schon ein bisschen mehr Geld für Münzen ausgebe als sie eigentlich vom Nominal her wert sind, wo ist dann meine Obergrenze?
Kann ich mit Lücken in meinem Sammelgebiet leben, oder will ich eigentlich schon irgendwann mal vollständig sein?

Viel Spaß jedenfalls bei deinem neuen Hobby!
 
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Hallo,

erst einmal Danke für deine Antwort!

Deine ersten beiden Fragen lassen sich (zumindest für mich) relativ einfach beantworten. Mir geht es beim Sammeln vielmehr darum, etwas zu finden, als es einfach nur zu besitzen. Wenn ich anfangen sollte, meine Sammlung mit gekauften Münzen zu vervollständigen, fehlt mir der Reiz an der Sache, da es dann einfach nichts mehr besonderes ist. Ich finde es viel schöner, aktiv danach zu suchen, da ist die Freude wenn man etwas findet umso größer. Vielleicht ändere ich meine Meinung, sobald ich alle häufigen Münzen zusammen habe und ich einfach keine neuen Modelle mehr finde, aber das glaube ich eigentlich nicht.

Sollte ich doch mal schwach werden und eine schöne Münze kaufen, würde meine Obergrenze stark begrenzt sein, eine Kleinstaaten-Münze wird wohl nicht drin sein. Da sind wir auch schon beim nächsten Punkt: Zumindest bei den Kleinstaaten werde ich wohl auf eine komplette Vollständigkeit verzichten müssen, was aber für mich in Ordnung gehen würde.


Nochmal zu den Gebühren für Münzrollen:
Bekommt man die auch bei manchen Banken ohne weiteres kostenlos, oder wird da in der Regel etwas verlangt? Am Automaten werden sie wohl überall etwas kosten, aber am Schalter ist das ja vielleicht anders. Und wie sieht es mit der Bundesbank aus, kann man sich da einfach Rollen holen? Da werden vermutlich keine Gebühren verlangt.
 
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Auch von mir ein Forums-Willkommensgruß.

Ganz meine Meinung: Die Freude am Finden lässt sich durch kaum etwas auch nur annähernd ersetzen.

Über die bereits genannten Möglichkeiten hinaus kommen auch reisende Verwandte, Nachbarn, Kollegen oder Freunde in Betracht: Manche bringen aus ihren Urlaubs- oder Dienstreiseländern gern Münzen mit. Dann kann die Freude an Zugängen geteilt werden.

Kaufen kommt in der Rangfolge meiner Akquise auf einem der ganz hinteren Plätze. Ich sammle nämlich nur, was nicht extra für Sammler hergestellt wurde.

Wenn bereits ein gewisser Vollständigkeitsgrad erreicht ist, kommen Spezialisierungen in Betracht, beispielsweise können Fehlprägungen und Varianten das Salz in der Sammlungssuppe werden. Dazu auf Wunsch gern mehr per E-Mail.
 

bayreuth

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Nochmal zu den Gebühren für Münzrollen:
Bekommt man die auch bei manchen Banken ohne weiteres kostenlos, oder wird da in der Regel etwas verlangt? Am Automaten werden sie wohl überall etwas kosten, aber am Schalter ist das ja vielleicht anders. Und wie sieht es mit der Bundesbank aus, kann man sich da einfach Rollen holen? Da werden vermutlich keine Gebühren verlangt.
Yepp, bei der Bundesbank gibts die Rollen ohne Aufpreis,
allerdings kann es sein dass wenn man jeden Tag 1000 Euro einzahlt und 2 Rollenlagen rausträgt, die Bundesbank das irgendwann unterbindet. Man muss aber die Rolen nehmen die da sind, kan sein, dass es Originalrollen sind, wo halt 25x die gleiche Münze drinnen ist.
Die meisten Banken die Rollen ausgeben nehmen inzwischen Gebühren.
 
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Danke euch!

Wo wir schon beim Thema Rollen sind:
Wie geht die Sparkasse (oder allgemein Banken) mit so häufigen Umsätzen des Kontos um? Ich kann mir gut vorstellen, dass die nur eine bestimmte Anzahl an Ein-/ Auszahlungen tolerieren, bzw. dann mal genauer hinsehen. Hat deswegen schon jemand von euch Probleme bekommen, oder mache ich mir unbegründet Sorgen?
 
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Es kann schon dazu kommen, dass das Personal den Einzahler schief anschaut. Die einzige tadelnde Bemerkung eines Kassenmitarbeiters habe ich Mitte der 1970er Jahre erhalten, als ich immer wieder rollenweise demnächst außer Kurs zu setzende 5-DM-Umlaufmünzen erbat und tags darauf (von wenigen für meine Sammlung einbehaltenen Exemplaren abgesehen) erneut einzahlte.
 

bayreuth

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Es kann schon dazu kommen, dass das Personal den Einzahler schief anschaut. Die einzige tadelnde Bemerkung eines Kassenmitarbeiters habe ich Mitte der 1970er Jahre erhalten, als ich immer wieder rollenweise demnächst außer Kurs zu setzende 5-DM-Umlaufmünzen erbat und tags darauf (von wenigen für meine Sammlung einbehaltenen Exemplaren abgesehen) erneut einzahlte.
Hättest du die mal bis 1980 behalten und dann eingeschmolzen, hättest du einen schönen Gewinn gemacht.


Prinzipiell gilt: Es gibt Banken die sagen was und es gibt auch Banken die nehmen Gebühren für Kontoführung, teilweise sogar für einzelne Transaktionen. Steht in deren AGB drinnen. Falls sowas nachträglich eingeführt wird:
Man kann Banken wechseln, ich selber z.B. habe noch nie für Kontoführung oder Buchungen irgendwas bezahlt. Warum auch, das macht ein Computer und die Bank verdient gut an den Dispozinsen der Leute die immer alles neu und sofort haben wollen, anstelle mal ein wenig Mäßigung zu treiben wenn das Geld alle ist (oder besser noch etwas eher, dann wird es nämlich weniger wahrscheinlich alle sein).
 
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Aber so wirklich haben tut eine Bank davon ja nichts, wenn ich alle paar Tage mein halbes Konto leerräume ;-)

Jetzt mal etwas übertrieben, aber wenn ich jeden Tag 1.000€ in Münzrollen auszahlen lasse (sei es am Automat oder Schalter) und am folgenden Tag wieder einzahle, könnte das doch als Missbrauch angesehen werden.

(Dieses FinTech Unternehmen Number26 war doch neulich auch in den Schlagzeilen, da Kunden aufgrund zu vieler Bargeldabhebungen gekündigt wurde.)
 

Madame LuLu

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Ich habe in der Bundesbank Hamburg beobachtet, dass die Einzahler von viel Euro-Kleingeld den Personalausweis vorlegen müssen und dieser wird dazu noch kopiert. Aus welchen Sinn dies so gemacht wird, erschließt sich mir leider nicht.
 
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