Ungewöhnliche Namensschreibung

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Hallo allerseits. Ich habe hier einen 1/16-Taler von Herzog Friedrich III von Schleswig-Gottorp mit einer - wie ich finde - ungewöhnlichen Schreibweise des latinisierten Namens "FRIDERICUS", nämlich "FRIDERIDCUS", also mit einem zusätzlichen "D". Sämtliche mir bekannten Prägevarianten dieser Münze weisen die richtige Schreibweise "FRIDERICUS" auf. Kennt jemand ein Vergleichsstück mit meiner Schreibweise oder weiß mehr darüber? Die hier vorliegende Schreibweise erscheint mir persönlich als völlig unüblich, soweit es um diesen oder irgendeinen anderen "Friedrich" geht. Handelt es sich also um einen "Tippfehler"; falls ja kann man abschätzen, wie selten dieser Münztyp ist? LG aus Hamburg, Christian Harries
 

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In Anbetracht der Tatsache, dass seinerzeit bei den kleinen Scheidemünzen oft recht unsauber gearbeitet wurde und auch unter der Handwerkern die Analphabeten-Quote recht hoch gewesen seid dürfte, wird es sich um einen einfachen Fehler bei der Herstellung der Stempel handeln. Nichtsdestotrotz wird man mit dem Stempel sicher so viele Kleinmünzen geprägt haben wie möglich, da die Scheidemünzen im Gegensatz zu den Kurantmünzen als wenig representativ galten und die Herstellung der Prägestempel darüber hinaus recht teuer war, wärend die Herstellung der Münzen möglichst wenig Geld kosten bzw sogar maximalen Profit einbringen sollte.

Als Variante sicher ein interessantes Stück für einen auf Schleswig spezialisierten Sammler, sicher sehr selten, da vermutlich nur ein solcher Stempel existiert hat.
Der Mehrwert gegenüber den schon bekannten Varianten wird allerdings nur sehr gering ausfallen.
 
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Danke für die Antwort! Ich würde diese Münze aus Feinsilber nicht unbedingt zu den Scheidemünzen zählen, zumal ihr Gewicht annähernd den 16ten Teil eines Silbertalers der damaligen Zeit repräsentiert. Trotzden wird Ihre Aussage - allgemein bezogen auf Kleinmünzen und die Münzherstellung zu jener Zeit - gültig sein. Mit Sicherheit wurde damals (vor allem in Bezug auf die Rechtschreibung) schlampig gearbeitet, zumal es auch noch kein standardisiertes Deutsch wie heute gab und auch die Eigennamen (ich interessiere mich auch für Genealogie) nach eigenem Gusto mal so mal so geschrieben wurden.
 
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Hierzu muss man wissen, die Münze ist ein ungereinigter Bodenfund. Sie wurde von mir (im Rahmen einer durch das Archäologische Landesamt-SH genehmigten Metalldetektor-Prospektion) letzten Sonntag auf einem Acker im Raum Steinburg/Stormarn zu Tage gefördert. Dass ich jetzt die Einschätzung "Feinsilber" abgebe, beruht auf meiner jahrelangen Erfahrung mit Silbermünzen und der Art, wie der Boden diese (je nach Silberqualität) angreift bzw. beeinträchtigt. Die Art der Patina bzw. numismatische Qualität DIESER Münze nach 400 Jahren im Boden passt nur mit einem recht hohen Silbergehalt zusammen. Anders gesagt, Ich kenne vergleichbare Erhaltungszustände nur bei Münzen aus "Feinsilber". Billon muss man absolut ausschließen.
 
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OK, Silber (kein Billion) passt.
Ich kenne "Feinsilber" bisher nur als Bezeichnung für 100er. Deshalb die Nachfrage.
 
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