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Unterschiedliche Wertentwicklung bei altdeutschen Gebieten?

Dieses Thema im Forum "Altdeutschland" wurde erstellt von joro_73, 14. November 2018.

  1. reining

    reining

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    Was so alles zum Thema "Unterschiedliche Wertentwicklung...." zählt:D
     
  2. Muppetshow

    Muppetshow

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    Ich meinte damit eher, dass Investoren ihre kulturhistorisch bedeutsamen Stücke wahrscheinlich eher unter Verschlzss halten als so mancher Sammler eines Spezial-Gebietes, der Teile seiner Sammlung evtl zu bedeutendrn Ausstellungen als Exponat verleiht. Außerdem ist es mit den steigenden Preisen oft nicht möglich, Lücken in öffentlichen Sammlungen mit klar umrissenem Sammelgebiet und bestimmtem geschichtlichem / kulturhistorischem / regionalem Bezug zu schließen. Somit können zu Forschungs-, Bildungs- und Publikationszwecken vermehrt nur auf Dauer unvollständige Sammlungen als Basis oder Referenz genommen werden.

    Darüber hinaus werden bedeutende Stücker weiter über die Welt verstreut; im Gegensatz zu vielen bekannteren größeren Sammlungen ist der Verbleib der einzelnen Münzen oft nicht geklärt.
     
  3. Muppetshow

    Muppetshow

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    Da habe ich leider auch schon häufig von gehört
     
  4. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Bei einem Besuch im hiesigen Münzkabinett sind mir auf den Tableaus etliche "leere" Stellen aufgefallen.

    Teilweise sind Stücke natürlich in Schau- und Wechselausstellungen verliehen, andere wurden in den vergangenen Jahrzehnten jedoch einfach bei einer Besichtigung stibitzt (wenn grad mal niemand hergesehen hat). Dieser Umstand wurde vom aktuellen Leiter des Kabinetts beklagt (genauso wie eine riesige Menge an Fundmünzen, welche mangels Personalkapazität nicht aufgearbeitet werden kann).
     
  5. reining

    reining

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    Zuerst etwas zum eigentlichen Thema des Threads:

    Ich sammle seit ca. 20 Jahren die Münzen des Deutschen Bundes gesamt ab dem Münchener Vertrag/Dresdener Vertrag, Nord
    und Süd und auch Österreich ab dem Wiener Vertrag, teilweise auch Vorläufer.

    Für diesen Zeitraum stelle ich keine wesentlichen Unterschiede in der Preisentwicklung zwischen Nord und Süd fest.

    Die Preisentwicklung ist bezogen auf jede einzelne Münze individuell unterschiedlich und, wie hier auch schon gesagt wurde,
    besser für die Erhaltungen ab vz aufwärts. (besser = höhere Preise)

    Noch ein paar Gedanken zum Thema, das sich hier daraus ergeben hat:
    Ob Münzen - auch sehr seltene - in der Hand von Museen besser aufgehoben sind als in privater kann man kontrovers diskutieren.

    Sicher hat dazu jeder seine eigenen Erfahrungen gemacht.

    Im Jahre 2009 hat man für das Niedersächsische Landesmuseum den weitaus größten Teil der Münzsammlung der Welfen erworben.
    Verkäufer der rund 40.000 Exemplare war die Deutsche Bank, die 1983 die Sammlung angekauft hatte.

    2010 wurden dann im Münzkabinett des Museums davon 150 typische Stücke ausgestellt.
    Der Rest schlummerte im Archiv.

    D.h. seit 1983 mindestens war die Sammlung nicht öffentlich zugänglich und dann wurden 0,375% gezeigt.

    Zu den typischen Stücken gehörten auch welche aus dem Britischen Kolonialreich, z.B. der Holey Dollar aus Australien.
    Letzteres schreibe ich nur, weil weiter oben auf das KSG Bezug genommen wird.
     
  6. moppel65

    moppel65 Moderator Mitarbeiter

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    Na, da freue ich mich doch, dass meine mir viel bedeutende Sammlung in meinen Händen ist.
    Das sagt mir aber auch, dass ich den ganzen Kram vor dem geregelten Ableben wieder in Freiheit geben werde. Eine Spende an eine öffentliche Einrichtung empfiehlt sich demnach also gar nicht.
     
  7. hegele

    hegele Registered User

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    Das ohnehin nicht, TOM.
    Da habe ich Erfahrung mit der Stiftung eines guten alten, leider schon lange verstorbenen Freundes, der seine Sammlung der Stadt vermacht hat. Sie führt im Keller des Bürgerhauses ihr verborgenes Dasein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. November 2018
    moppel65 gefällt das.
  8. moppel65

    moppel65 Moderator Mitarbeiter

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    So etwas ist wirklich schade.
    Wenn besondere Stücke oder gar besondere Sammlungen in öffentlicher Hand keine wirkliche Wertschätzung erfahren, dann soll die öffentliche Hand eben so viel von mir bekommen, wie ich von ihr bekommen habe: NICHTS
     
  9. Muppetshow

    Muppetshow

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    Es ging mir eher darum, dass entweder un den Händen fachkundiger Sammler oder in gut geführten öffentlichrn Sammlungen Einzelstücke und thematisch / historisch zudammenhängende Sammlungsteile zum Nutzen der Öffentlichkeit eher erhalten bleiben, als im Tresor eined numismatisch wenig bewanderten Investors.
    Dass öffentliche Sammlungen, gerade kleinere Museen und Sammlungen im kommunalen Besitz, trotz intensiver Bemühungen, Expertise, Empfehlungsschreiben von renomierten Numismatikern etc. den Besuch ihrer Sammlungen und selbst die Herausgabe einfachster Informationen über ihre Sammlung oder einzelne Münzen verweigern, habe ich schon oft am eigenen Leib erleben müssen. Ein guter Weg für die Verantwortlichen, sich unbeliebt zu machen und sich nicht über zunehmend mangelndes öffentliches Interesse beschweren zu können!
     
  10. bayreuth

    bayreuth Moderator Mitarbeiter

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    Aus eigener Erfahrung weiß ich dass Archive und Keller öffentlicher Einrichtungen für allerlei Besucher geöffnet werden, vom Historiker bis hin zum Schüler der für eine Facharbeit z.B. in alten Zeitungsbänden recherchiert. Die Zuständigen sind oft ganz stolz und zeigen ungefragt was sie alles so tolles irgendwo abgelegt haben.
    Wenn man 2-3x da war für eine längere Recherche, darf man irgendwann alleine hinein, man kennt sich ja. (Hier endet meine Erfahrung)
    Wer sich dann numismatisch auskennt, hat dann viel Zeit gelagterte Sammlungen näher zu betrachten, zumal diese oftmals nur als "Sammlung" katalogisiert sind, vielleicht noch mit Anzahl der Münzen.
    Dank Chinesischen Händlern ist es ein leichtes, sich ein für den unkundigen Laien nicht als solches erkenntliches "Tauschmaterial" zu besorgen, so dass es die nächsten Jahrzehnte nicht zu allzuvielen leeren Fächern kommt.
    Da ist es manchmal besser, wenn gar niemand weiß dass die Sammlung da ist, um "Tauschwillige" fernzuhalten.
     
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