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Variantenkatalog der Kursächsischen Talerprägungen zur Jahrhundertfeier der Augsburger Konfession

Dieses Thema im Forum "Literatur" wurde erstellt von weidner, 2. April 2020.

  1. weidner

    weidner

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    Die Kursächsischen Münzprägungen von 1630 zur Jahrhundertfeier der Augsburger Konfession waren schon immer beliebte Sammlerobjekte. Es gibt sie als Gold- und Silbermünzen in großer Vielfalt vom kleinen Achteltaler bis zur großen und seltenen 12-Dukatenstück.

    Durch die hohe Prägeanzahl (nach meiner Schätzung ca. 50.000 Stück) und die im Jahre 1630 in Dresden noch genutzte Technik der Hammerprägung wurden viele Varianten hergestellt, von denen einige sehr häufig und andere dagegen sehr selten sind. Und so kann es durchaus passieren, dass man eine Münze in den Händen hält, deren Erscheinungsbild abweicht von den in der Literatur beschriebenen Varianten.

    So erging es auch mir bei meinem ersten Taler dieser Gattung. Während sich zu anderen Münzen stets identische Abbildungen in der Literatur oder anderen Auktionen finden ließen, blieb dieser Taler lange ein einmaliges Stück.
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    Auch der Verdacht einer Fälschung war nicht ausgeschlossen, bis mir der Direktor des Dresdner Münzkabinetts Herr Dr. Grund aus dem Bestand des Münzkabinetts ein 2-Talerstück identischer Prägung vorlegte.

    Der Anlass zu einer umfassenden Recherche der Stempelvarianten war geboren. Das Ergebnis meiner Bemühungen, die in der Literatur und in den Sammlungen und Auktionen vorkommenden Varianten der Münzprägungen von
    1630 zur 100-Jahrfeier der Übergabe der Augsburger Konfession zu erfassen und zu beschreiben, führte zum Aufbau einer Datenbank mit derzeit über 1.100 erfassten Exemplaren aus Museen, Sammlungen und Auktionen der letzten 100 Jahre. Auf Basis dieser Daten entstand eine Klassifizierung der verwendeten Ober- und Unterstempel aller Nominale. sowie der Veröffentlichung des demnächst verfügbaren Buchs "Kursächsische Talerprägungen von 1630 zur Jahrhundertfeier der Augsburger Konfession".

    Dem Leser und Sammler wird mit diesem Buch erstmalig eine umfassende Aufstellung der vorgefundenen Varianten an die Hand gegeben, die es ihm erlauben, vorliegende Münzen dieses Typs zu bestimmen und auch hinsichtlich ihrer Häufigkeit zu bewerten. Das Buch führt außerdem durch die Geschichte dieser Münzen, die in Dresden inmitten der Wirren des Dreißigjährigen Krieges geprägt wurden, es beschäftigt sich mit der möglichen Herkunft der abgebildeten Motive und geht auf die bisher vorgefundene Literatur ein.

    Auszüge daraus werden auch auf meiner Homepage erscheinen.

    Einband_7d.jpg

    bestellbar unter ISBN: 978-3-750299-66-5 hier oder hier
     
  2. Loxley

    Loxley

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    Das ist zwar ein sehr spezielles Thema, selbst für einen Sachsensammler wie mich, aber ich bin extrem neugierig und interessiert und hab das Buch gleich bestellt. Man hat ja jetzt etwas Zeit ... *hust* ... Ich bin jedenfalls gespannt!
     
  3. FooFighter

    FooFighter

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    Auch wenn mein Sammelgebiet das Königreich Sachsen ab 1806 umfasst, so bin ich trotzdem sehr begeistert von deiner Akribie, die dich offenbar angetrieben hat. Das kenne ich von mir selbst auch. ;)

    Ein paar Fragen habe ich trotzdem noch:

    Handelt es sich um ein richtiges Buch, also in gedruckter Form, oder ist es nur als eBook verfügbar?
    Hast du es in Eigenregie zusammengetragen oder mit Hilfe eines Verlags?
     
  4. weidner

    weidner

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    Hallo,
    das war alles Eigenregie. Hab mich durch etliche laufende Meter Auktionskataloge in der BiBo des Dresdner Münzkabinetts durchgewühlt, die seit 1699 relevante Literatur gesichtet, die großen Museen aufgesucht oder um Auskunft gebeten, die bekannten Suchmaschinen und Münz-Datenbanken durchforstet und die bekannten Auktionshäuser befragt.
    Die ermittelten Münzen und Bilder (das älteste Foto ist von 1871!!!) wanderten in einens gebaute Datenbank und wurden dann in Varianten unterteilt. Zum Teil ergeben sich interessante Provenienzen einiger Exemplare...

    Geschrieben habe ich alles in OpenOffice Writer mit PDF-Ausgabe für den Ausdruck per ePubli (sozusagen im Selbstverlag per Internet Druckerei). Meine Frau und 3 verschiedene Rechtschreib- und Grammatikprogramme haben sich dran versucht meine Fehler auszubessern.

    Eigentlich wollte ich schon im letzten Herbst etwas für die Beschreibung der Talerstempel veröffentlichen. Nachdem ich dem Direktor des Dresdner Münzkabinetts Herrn Dr. Grund das damals noch 120 Seiten starke Booklet zeigte, war eine der Antworten: "Na und was ist mit den kleineren Nominalen und den Dukaten?".
    Nun sind es eben 244 Seiten geworden...

    Gruß
    Mario
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. April 2020
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