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VDM-Proben in Zusammenarbeit mit den BRD-Prägestätten

Dieses Thema im Forum "Fehlprägungen, Varianten und Variationen" wurde erstellt von Srolly, 9. Januar 2017.

  1. loeffel3

    loeffel3

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    Hallo zusammen,
    ich habe über die Suchfunktion diesen schon etwas älteren Thread gefunden, der m.E. recht passend für meine Frage ist.
    Hat jemand von Euch schon mal solch ein Etui von VDM / Vereinigte Deutsche Metallwerke gesehen?
    In dem Etui befinden sich 8 Medaillen, alle mit dem gleichen Motiv, Avers Burg Altena und Revers VDM und Basse & Selve Altena (Westf.) gegr. 1861.
    Ich habe mal ein paar Bilder beigefügt und die Medaillen zur leichteren Orientierung durchnummeriert.
    Die Medaillen haben, bis auf die Nr. 1, alle ungefähr den gleichen Durchmesser von ca. 28mm, allerdings unterschiedliche Gewichte (nur die Nummern 7 und 8 sind ähnlich).
    Der Rand ist bei allen Stücken glatt.
    Im Detail sieht´s wie folgt aus:

    Nr.1 24,55mm / 6,79g magnetisch / Material ? (vermutlich Legierung mit Nickelbestandteil)

    Nr.2 28,06mm / 8,38g magnetisch / Material ? (vermutlich Legierung mit Nickelbestandteil)

    Nr.3 28,15mm / 8,65g nicht magnetisch / Material ?

    Nr.4 28,15mm / 8,96g magnetisch / Material ? (vermutlich Legierung mit Nickelbestandteil)

    Nr.5 28,08mm / 10,07g nicht magnetisch / Material vermutlich Kupfer ?

    Nr.6 28,15mm / 8,62g nicht magnetisch / Material vermutlich Messing ?

    Nr.7 28,03mm / 8,89g magnetisch / Material vermutlich Eisen kupferplattiert ?

    Nr.8 28,05mm / 8,90g magnetisch / Material vermutlich Eisen kupferplattiert ?

    Vielleicht kann mir jemand etwas zu dem Etui sagen, evtl. Kronerogøre oder varukop, würde mich jedenfalls sehr freuen.
    Für zahlreiche Hinweise bedanke ich mich schon mal im Voraus.
    Grüße
    P1110931.JPG P1110935 - Kopie.JPG P1110939.JPG P1110943 - Kopie.JPG P1110946 - Kopie.JPG P1110950 - Kopie.JPG P1110954 - Kopie.JPG P1110959 - Kopie.JPG P1110965 - Kopie.JPG P1110970 - Kopie.JPG P1110975 - Kopie.JPG
     
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  2. varukop

    varukop

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    Moin Moin,

    das Etui kenne ich nicht. Allerdings muss ich dazu schreiben, dass mich solche Editionen ueber die Jahrzehnte des Sammelns nur am aeusseren Rande interessiert haben.

    1. Bei den Angaben zur Magneteigenschaft ist fuer eine Einschaetzung die Staerke dieser Reaktionen bei 1, 2, 4, 7 und 8 wichtig. Bitte noch nachreichen.
    2. Bei 7 + 8 gehe ich mal von einer starken aus, da Fe vermutet wird. Die Nr. 8 sehe ich in gelb, so dass es sich eher um eine Messing- als Cu-Plattierung handeln wird !?
    3. Zu den Nr. 1, 2 und 4 eine kurze Anmerkung wegen des "mit Ni-Anteil": Ich vermute aufgrund dieser Anmerkung eine schwaechere Magnetreaktion als die von Fe oder Reinnickel. Andererseits benoetigt es z.B. in einer ueblichen Cu/Ni-Legierung ohne Magnetreaktion (750/250) eine sehr starke Erhoehung des Ni-Anteils, um eine Magnetreaktion zu erhalten (gemaess meiner Erinnerung dazu gemaess Rinke auf ca. 75%). Das haengt damit zusammen, dass bei einer Erhoehung des Ni-Anteils dieses bis zur Saettigung immer wieder in das Cu/Ni-"Kristallgitter" eingebaut wird und dadurch seine Magneteigenschaften durch die Kaschierung der magnetisch aktiven Stellen komplett verliert.
    Das koennte bei diesen Stuecken bedeuten, dass es sich evtl. jeweils um (irgend)eine Magnimatronde mit entsprechend schwacher Magnetreaktion handelt!?
    4. Wenn ich mir 5 und 7 angucke, dann tendiere ich in erster Naeherung ueber die Faerbung zu einem Materialunterschied --- Nr. 5: Bronze (wie 2 PF bis teilw. 1968) / Nr. 7: Cu (wie 1 + 2 PF Platt.). Selbstverstaendlich ist auch eine Verfaerbung von 5 nicht grundsaetzlich auszuschliessen, aber .......
     
  3. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Können das Materialproben für ein um 1980 diskuteres Zehnmarkstück sein? Steht dazu nicht was im Rinke?
     
  4. varukop

    varukop

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    Moin Moin,
    koennte sein, aber das kann ich, da z.Zt. in der Sonne Aegyptens schnorchelnd und faulenzend nicht feststellen. Falls es bis zu unserer Rueckkehr noch nicht geklaert sein sollte, hole ich das nach und berichte.
     
  5. numisfreund

    numisfreund Moderator Mitarbeiter

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    Ein sehr schönes Set mit für mich lokalpatriotischem Bezug zu meiner ehemaligen Heimat :)
     
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  6. loeffel3

    loeffel3

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    Hallo,

    danke Euch für die jetzt schon interessanten Informationen.
    Die Nummern 5 und 7 sehen rötlich aus. Wobei ich nach genauerer Betrachtung bei der Nr. 5 jetzt schon auch von Bronze ausgehe, sieht tatsächlich wie ein 2Pfennig-Stück von vor 1968 aus (allerdings etwas angelaufen). Die Nummer 7 könnte tatsächlich Kupfer/eisenplattiert sein, da auch der Rand wie ein 2Pfennig-Stück J381a (mit Eisenkern) aussieht.
    Die Nummern 6 und 8 sind gelblicher - Messing könnte passen. Wobei man bei Nummer 8 ebenfalls den Eisenkern am Rand sieht.
    Bei den Nummern 1-4 gibt es in der Helligkeit ebenfalls Unterschiede. 2 und 3 sind heller im Aussehen, 1 und 4 dunkler, wobei die Nummer 4 am dunkelsten von allen ist.
    Bei der Stärke der Magnetreaktion habe ich gefühlt keinen Unterschied festgestellt, die Stücke 1,2 und 4 habe m.E. eine ähnlich starke Magnetreaktion wie die Stücke 7 und 8 mit Eisenkern.
    Zu der Vermutung mit den Materialproben für ein geplantes 10-DM-Stückes irrritiert mich etwas der Durchmesser von nur 28mm (zwischen 2DM 26,75mm und 5DM 29mm) anstatt Richtung 32,5mm wie die Olympia-Zehner von 1972.
    Die Nummer 1 past mit 24,55mm so gar nicht dazu.
    Vielleicht bekommen wir doch noch etwas Licht ins Dunkel.
    Kronerogøre hast Du evtl. noch etwas dazu im Rinke gefunden, den kenne ich leider nicht.
    Danke nochmal im Voraus.
    Grüsse
     
  7. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Rinke : Münze betreffend
    Sehr zu empfehlen ! Nein,ich habe es heute nicht mehr geschafft, nachzusehen, werde das morgen nachholen.

    Um 1980 herum würde das durchaus passen, denn zu dieser Zeit kamen die ,in der Regel goldfarbenen, Dickmünzen für hohe Werte auf. Nur Italien setzte damals bereits auf Bimetall. Schaut man sich die Münzen an, die ab dem Ende der 70er Jahre die kleinen Banknoten verdrängten, zeichnen sie sich alle durch einen Durchmeser aus, der unter dem des höchsten Nominals der bestehenden Münzreihe liegt.
     
  8. loeffel3

    loeffel3

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    Dann könnte das Etui als Vorlage zur Begutachtung für Entscheidungsträger gedient haben.
    Deswegen vielleicht auch, da alle Stücke (außer die Nummer 1 / warum auch immer) bis auf das Material, vom Aussehen und Größe her, ziemlich identisch waren.
    Grüsse
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. November 2019
  9. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Die Lokalzeitung war heute spät, deswegen gab es Rinke zum Kaffe. Die im Rinke abgebildete Vorlage für eine Kursmünze zu 10 DM sah leider völlig anders aus, als diese Jetons. Goldfarben, Beethovenportrait avers, grosse Wertzahl " 10 " und die Wertangabe MONETA revers.
    Damit werden diese Jetons möglicherweise in einem anderen Zusammenhang hergerstellt worden sein.
     
  10. loeffel3

    loeffel3

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    Kronerogøre, danke für´s nachschauen im Rinke.
    Dann müssen die Stücke doch für einen anderen Zweck hergestellt worden sein.
    Ich denke jedoch trotzdem, es waren wirklich Materialproben, die irgendwem für irgendeine Münze in dem Präsentations-Etui zur Beurteilung vorgelegt wurden.
    Im obigen Beitrag #10 von varukup sind ein paar VDM-Stücke abgebildet und die dortige Probe 5 könnte mit den Stücken Nummer 2 oder 4 aus dem Etui etwas zu tun haben. Der Durchmesser ist ebenfalls 28mm und das Gewicht 8,67g und stark magnetisch. Die Nummer 2 aus dem Etui ist mit 8,38g etwas leichter Nummer 4 mit 8,96g leicht schwerer, aber beide Stücke sind ebenfalls stark magnetisch.
    Varukup gibt auf dem Rähmchen als Material Nickel oder Eisen vernickelt an.
    Wenn ich die Nummer 2 genauer anschaue, ist die Prägung nicht ganz perfekt (innerhalb vom Randstab nicht sauber ausgeprägt, sondern matte Stellen). Die Nummer 4 hingegen ist perfekt ausgeprägt, vielleicht ist hier das verwendete Material weicher wie die Nummer 2?
    Mal sehen, ob wir dem Geheimnis noch näher kommen.
    Grüsse
     
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