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Verkauf von Münzen

Dieses Thema im Forum "Münzauktionen im Internet" wurde erstellt von Mahoni, 23. Oktober 2018.

  1. Mahoni

    Mahoni

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    Hat jemand unter euch Erfahrung beim Verkaufen von Kaiserreich-Silbermünzen oder Einreichen zu Auktionen bei renomierten Auktionshäusern ala` Künker & WAG ? Ich möchte mich möglicherweise von zahlreichen Münzen trennen und suche nach einer schnellen und fairen Lösung für beide Seiten. Wie sehen die Ankaufspreise bei Künker und Co. aus ? Oder doch besser Münzen einschicken, bewerten lassen und in einer Auktion veräußern lassen?

    Den Schritt über Ebay stellt für mich keine wirkliche Alternative dar. Die Anzahl der Münzen ist mir hierfür zu hoch. Mir steht eher der Sinn nach einer schnellen Lösung.
     
  2. FooFighter

    FooFighter

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    Zu den Ankaufpreisen kann ich nichts sagen. Eine Einlieferung zu einer Auktion kommt jedoch meiner Meinung nach eher nicht in Frage. Zum einen suchst du nach einer schnellen Lösung, die du in diesem Falle nicht finden wirst. Es kommt darauf an, wann die nächste Auktion ist. Die Einlieferungsfrist endet meist schon mehrere Wochen vorher, da ja noch die Kataloge erstellt werden müssen. Von daher dauert das alles recht lang. Zum anderen musst du natürlich eine Menge Einbußen einplanen. Wenn z.B. eine Münze ca. 500 EUR wert ist, dann wird diese mit ca. 420 EUR beboten, da für den Käufer noch um die 20% Aufschlag hinzu kommt. Von dem Gebot von 420 EUR gehen für dich als Verkäufer aber auch noch einmal ca. 20% Gebühren weg. Somit bleiben dir unterm Strich für eine 500 EUR Münze nur ca. 340 EUR übrig.

    Bei eBay hingegen hast du eher die Chance, dass ein Käufer dort eben die besagten 500 EUR bietet, da er dort keine weiteren Aufschläge zahlen muss. Für dich fallen nur 10% Gebühren an, so dass unterm Strich 450 EUR übrig bleiben.

    Wie gesagt, das ist alles nur Theorie. Es kommt auch immer auf die Münzen an. Wenn du ein paar tolle und seltene Stücke hast, gehen die bei renommierten Auktionshäusern auch mal deutlich besser weg als bei einem Verkauf von Privat über eBay. Weiß ja nicht, was du alles verkaufen möchtest.
     
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  3. Mahoni

    Mahoni

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    Danke für deine Infos, FooFighter. Du hast mir schon ein Stückchen weitergeholfen. Ich würde persönlich einen direkten Verkauf präferieren. 500 € hat keine der Münzen an Einzelwert. Jedoch sind die Münzen größtenteils in wirklich sehr guter Erhaltung und wurden nicht millionenfach hergestellt. Zahlreiche der Münzen wurden von mir hier im Forum vorgestellt.
     
  4. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Gibst Du lediglich einen Teil Deiner Sammlung auf oder komplett das Sammeln an sich?

    Münzen mit einem Einzelwert von bis zu 500 EUR sehe ich ebenfalls bei ebay am besten aufgehoben. Hochpreisige Stücke sind in der Tat wohl ein Fall für eine Saalauktion. Aber hierbei sollte man darauf achten, dass die Beschreibungen und Ausrufpreise vorab abgeklärt werden. Ich habe zum Beispiel ein Stück in der nächsten Grün Auktion. Denen habe ich vorher einen Scan geschickt mit meinen Vorstellungen. Vorbehaltlich der tatsächlichen Inaugenscheinnahme wurden meine Vorstellungen akzeptiert und wurden nun so auch in den Katalog aufgenommen.
     
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  5. Mahoni

    Mahoni

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    Ich würde, wenn sich die Möglichkeit ergibt die Kaiserreich-Sammlung (ausschließlich Silber) auflösen. Eilig habe ich es im Grunde nicht. Würde aber dennoch eine Komplettlösung präferieren. Ansonsten bleibt immer noch der Weg über die Bucht oder sie bleiben eben bei mir.
     
  6. Münzadler

    Münzadler Moderator Mitarbeiter

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    Ich hatte mal eine höherwertige Münze zur Einlieferung in eine Saalauktion angefragt, der mir genannte Startpreis war einfach nur frech!

    Die Gebühren sind generell zu hoch, 33% am Endpreis, Ebay sackt sich nur 10% ein und das gedeckelt bei 199,- .
     
  7. Fusselbär

    Fusselbär

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    Was unter Umständen an höheren Erlösen bei einer Saalauktion reinkommt, wird oft am Aufgeld (und viele wissen es nicht) am Abgeld aufgefressen.
     
  8. Münzadler

    Münzadler Moderator Mitarbeiter

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    Ein negatives Beispiel wie man auf Auktionen Geld vernichten kann:

    NumisBids: Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG Auction 315, Lot 8678 : REICHSGOLDMÜNZEN. PREUSSEN. Wilhelm II., 1888-1918. 20 Mark 1915...

    Für 4000,- zugeschlagen bekommt der Einlieferer gerade mal 3200,- für einen höher erhaltenen 15er Willi.
    Im Privatverkauf hätte die Doppelkrone bestimmt 4000,- erzielt.
    Selbst über Ebay wären bei diesem Betrag noch 3801,- übrig geblieben.

    Der Käufer muss 4920,- bezahlen, ein marktüblicher Händlerpreis, das passst schon.
     
  9. hegele

    hegele Registered User

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    Ich denke, dass nicht generell gesagt werden kann , dass über ebay oder eine andere online-Auktion, ein besseres Endergebnis (unterm Strich) drin ist. Das kommt vermutlich auch immer auf das Sammelgebiet an.
    Stücke wie teure Württemberg-Taler werden nicht wirklich über diesen Weg verkauft, zumal von einem Privatverkäufer, da kannst Du ganz schön in die Röhre schauen, weil die Angst vor Fälschungen doch sehr groß ist.
    Es sei denn, es wird von einem renommierten Händler verkauft, aber dann kauft dieser auch entsprechend niedrig von Dir an
     
  10. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Wenn Du ein grössere Konvolut einreichst, kann es durchaus passieren, dass ein einzelnes Stück höher beboten wird, als es Dir vorschwebte, ein ander hingegen niedriger. Auschlaggebend für Dich wird jedoch vermutlich der Endpreis aller Stücke zusammen sein, den Du Dir sicher im Vorraus errechnet haben wirst. Wie dieser sich am Ende zusammensetzt, spielt für Dich dann finanziell gesehen keine Rolle. Je kleiner das Lot, desto grössere Abweichungen vom Gesamtwunschpreis können vorkommen.
    Für Münzen bis 500 Euro eigent sich die WAGO ganz gut. "Angstmünzen " im vierstelligen Bereich, bei denen ein Angebot auf Ebay von vielen automatisch als potenzielle Fälschungsberbreitung aufgefasst wird, würde ich in eine Saalauktion geben.

    P.S. Schade, dass Du das Kaiserreich verlässt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Oktober 2018
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