Von diesen Ebay-Angeboten die Finger weg

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Hausmann liegt fast ein halbes Jahrhundert zurück
Das ist kein Hausmann!
Sondern nur eine grottige Fälschung!
Hausmann hatte Stil!
Es ärgert mich einfach, daß jede popelige Ebay-Fälschung in diesem Forum als "Hausmann" bezeichnet wird.
Die meisten User hier würden einen "echten Schmidt-Hausmann" sicherlich nicht erkennen
 
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Ich habe mich vor zig Jahren mit Herrn Helmig auf einer Numismata über die
Fälschungsproblematik unterhalten. Er war lange Zeit in verantwortungsvoller Position
bei K in O. Verfügt dementsprechend über einen großen Erfahrungsschatz, der allgemein
anerkannt und geachtet ist. Ich fragte ihn mal unverbindlich, ob er mit mir ein kleines
exklusives Fälschungserkennungsseminar, welches ich ihm vergüten würde, durchführen
könnte.

Er sagte, daß sei leider nicht machbar. Man kann auch in einem Handwerk nicht innerhalb
einer Woche vom Lehrling zum Meister aufsteigen. Es geht bei dem Erkennen von guten
Fälschungen um Erfahrung, man sollte viel gesehen haben, nachgewiesen Echte, als auch
eindeutig falsche.

Es gäbe manchmal lediglich, das ein oder andere Indiz, bei dem Skepsis angebracht wäre.
Dann müßte man eben abwägen, paßt das noch, ist es vertretbar die Münze durchzuwinken mußman vergleichen, ist das Stück falsch?

Als normaler Sammler, ist man dann sicher noch viel limitierter. Man mußauch hier Schwerpunkte setzen. Ich persönlich rühre Stück bei denen mir die Randschrift suspekt erscheint nicht an, egal wie die Münze sonst aussieht. Bei Bedenken im Bereich Randstab, Avers oder Revers, kommt’s eben drauf an, was hat man schon gesehen?

Auf meine Frage gibts die Perfekte Fälschung, meinte er, „ich weiß es nicht, es gibt schon
viel...“

Er macht keine Expertisen mehr, ich vermute, es gab öfter Kollisionen mit anderen
Gutachtern. Und dementsprechend Ärger, Kompetenzgerangel.Das läßt alles tief blicken. Sollte das Sammeln trotz allem nicht
verleiden.

Das absolute Problemstück....15 Rupien A und B.
 
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Wie alt? Keine Ahnung, das ist bestimmt 10 oder 15 Jahre her. Vielleicht Ende 50
Anfang 60. ....Mitte 60...das Geschäft betreibt er ja noch.
 
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Das ist kein Hausmann!
Sondern nur eine grottige Fälschung!
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Es ärgert mich einfach, daß jede popelige Ebay-Fälschung in diesem Forum als "Hausmann" bezeichnet wird.
Die meisten User hier würden einen "echten Schmidt-Hausmann" sicherlich nicht erkennen
Kannst Du nicht mal einen Deiner Meinung nach gut gelungenen Hausmann in geeigneter Weise photographeren , kommentieren und hier im Forum vorstellen ?
 
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...vor allem waren auch die ersten hausmann "ausgaben" mit sicherheit nicht das, was er zum ende seiner schaffenszeit produziert hat.
 
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Kannst Du nicht mal einen Deiner Meinung nach gut gelungenen Hausmann in geeigneter Weise photographeren , kommentieren und hier im Forum vorstellen ?
Geht leider nicht, da ich zur Zeit keinen Zugriff auf das Schwarze Kabinett habe und mein privates Sammelgebiet ein völlig anderes ist.
Auch würden Photos nur bedingt helfen. Es ist oft der Gesamteindruck entscheidend - der Beitrag von Rex Danny ist absolut korrekt.
 
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...vor allem waren auch die ersten hausmann "ausgaben" mit sicherheit nicht das, was er zum ende seiner schaffenszeit proudziert hat.
So ist es. Der Numismatiker Willy Fuchs, der im Hausmann- Prozess als Sachverständiger aussagte ,erkannte die Fälschungen auf Anhieb. Fuchs unterhielt zu diesem Zeitpunkt wohl eine komplette Reichsgoldsammlung.
 
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Geht leider nicht, da ich zur Zeit keinen Zugriff auf das Schwarze Kabinett habe und mein privates Sammelgebiet ein völlig anderes ist.
Auch würden Photos nur bedingt helfen. Es ist oft der Gesamteindruck entscheidend - der Beitrag von Rex Danny ist absolut korrekt.
Aber bedingte Hilfen sind doch beser als gar keine. Zudem ist es heutzutge ein Leichtes, Filmaufnahmen selbst digital anzufertigen. Unter Zuhilfenahme von Bild, Film und Beschreibung kann man sicher so Manches darlegen.
Der Münzhandel setzt Videopräsentationen bereits ein, um eine Onlinebesichtigung von Angebote zu ermöglichen, dies sollte auch im Bereich der Fälschungsdokumentation möglich sein.
 
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Ich habe mich vor zig Jahren mit Herrn Helmig auf einer Numismata über die
Fälschungsproblematik unterhalten. Er war lange Zeit in verantwortungsvoller Position
bei K in O. Verfügt dementsprechend über einen großen Erfahrungsschatz, der allgemein
anerkannt und geachtet ist. Ich fragte ihn mal unverbindlich, ob er mit mir ein kleines
exklusives Fälschungserkennungsseminar, welches ich ihm vergüten würde, durchführen
könnte.

Er sagte, daß sei leider nicht machbar. Man kann auch in einem Handwerk nicht innerhalb
einer Woche vom Lehrling zum Meister aufsteigen. Es geht bei dem Erkennen von guten
Fälschungen um Erfahrung, man sollte viel gesehen haben, nachgewiesen Echte, als auch
eindeutig falsche.

Es gäbe manchmal lediglich, das ein oder andere Indiz, bei dem Skepsis angebracht wäre.
Dann müßte man eben abwägen, paßt das noch, ist es vertretbar die Münze durchzuwinken mußman vergleichen, ist das Stück falsch?

Als normaler Sammler, ist man dann sicher noch viel limitierter. Man mußauch hier Schwerpunkte setzen. Ich persönlich rühre Stück bei denen mir die Randschrift suspekt erscheint nicht an, egal wie die Münze sonst aussieht. Bei Bedenken im Bereich Randstab, Avers oder Revers, kommt’s eben drauf an, was hat man schon gesehen?

Auf meine Frage gibts die Perfekte Fälschung, meinte er, „ich weiß es nicht, es gibt schon
viel...“

Er macht keine Expertisen mehr, ich vermute, es gab öfter Kollisionen mit anderen
Gutachtern. Und dementsprechend Ärger, Kompetenzgerangel.Das läßt alles tief blicken. Sollte das Sammeln trotz allem nicht
verleiden.

Das absolute Problemstück....15 Rupien A und B.
Sicherlich muss man ein Leben lang lernen, dass kennen wir alle aus unserem Berufsalltag. Ich wage zu behaupten, dass niemand von uns noch genauso arbeitet, wie am Tage, an dem man seine Ausbildung abgeschlossen hat.
Ich finde Helmigs Argumenatation, abgesehen davon, dass er als Profi immer einen Vorsprung vor uns Laien haben wird ( wäre ja auch noch schöner, wenn er eigentlich auch nix kann ! ) arrogant. Die von mir ansonsten in Punkto Plastik viel gescholtenen Amerikaner machen es da meiner Meinung nach viel besser. Der Numismatiker Bill Fivaz hat den " United States Gold Counterfeit Detection Guide " herausgegeben, in dem eine Anzahl von Fälschungen mit sehr guten Farbbildern dokumentiert sind.
Ganz wichtig die Einschränkung des Autors : Jede Fälschung, die einem begegnet trifft nur Aussagen über sich selbst. Die universellen Fälschungskennzeichen gibt es nicht, doch wenn man sich viel ansieht, eignet man sich eine Zahl von Eindrücken an, die einen sensibilisieren.
Ein Seminar kann ein Einstieg sein. Hattet Ihr nicht vor vielen Jahren mal eines mit Guy Franquinet und Peter Hammer durchgeführt ?
 
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