Weichmacher - Was ist das?

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Hallo zusammen,

hier möchte ich mal Informationen rund um den allseits "beliebten" Weichmacher zusammenfassen.

Ich schreibe hier neben Informationen aus Fachberichten auch meine persönlichen Einschätzungen nieder. Wenn diese fundiert widerlegt werden können, kann man mich gerne berichtigen.

Was sind Weichmacher?
Weichmacher sind Öle und Esther, die spröde Kunststoffe elastizität verleihen.

Was haben Weichmacher mit Münzen zu tun?
Weichmacher sind nicht nur gesundheits- und umweltschädlich, sondern gehen auch keine feste Verbindung mit dem Grundprodukt ein, die dadurch schnell ausdiffundieren und sich auf Ihr geliebtes Sammelobjekt niederlassen.
Beschleunigt wird dies durch UV-Strahlung. (sprich u.a. Tageslicht)
Weich-PVC enthält bis zu 40% Weichmacher, aber auch Hart-PVC sollte m.E. für die Aufbewahrung vermieden werden, da PVC (Polyvinylchlorid) bis zu 56% Chlor enthält und Hartpvc ausserdem sehr spröde ist und als dünnes Material sehr leicht bricht.

Was gibt es denn für Alternativen?
PP (Polypropylen) und PE (Polyethylen) kommen ohne Weichmacher aus und werden auch z.B. in der Lebensmittelindustrie als Verpackung verwendet.

PE (LDPE oder HDPE) sind weichmacherfrei



Quellen:
eigene Interpretation
Spezielle Kunststoffe
Prof. Blumes Medienangebot: Studienmaterialien für Umweltwissenschaften


"Diesen Beitrag werde ich Schritt für Schritt ergänzen und verbessern"
 
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Stellt sich die Frage, wie erkenne ich "bösen" Kunststoff und gibt es Legierungen, die besonders betroffen sind?
 
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Folie pflegen?

Ich hätt´ da mal ´n Problem ...
eine 3 Yuan Münze 1991 (1 Gramm Gold) befiindet sich noch in der Originalfolie (denke ich jedenfalls :rolleyes:). In dr Regel puhle ich die Münzen ja aus der Folie - nur bei der 3 Yuan nicht, da diese Münze mit Folie anscheinend wertiger ist :wut:
Wie pflege ich diese Folie? Einfach im Dunkeln lagern oder hin und wieder einkremen :cool:?
Danke für eure Tipps :)
 
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Ich hätt´ da mal ´n Problem ...
eine 3 Yuan Münze 1991 (1 Gramm Gold) befiindet sich noch in der Originalfolie (denke ich jedenfalls :rolleyes:). In dr Regel puhle ich die Münzen ja aus der Folie - nur bei der 3 Yuan nicht, da diese Münze mit Folie anscheinend wertiger ist :wut:
Wie pflege ich diese Folie? Einfach im Dunkeln lagern oder hin und wieder einkremen :cool:?
Danke für eure Tipps :)
Ich empfehle LSF 30 - mindestens...:D

Wie willst Du denn die Folie pflegen? Ist das Ding verschweißt oder offen? Wenn es zu ist kannst Du sowieso nichts weiter machen, Du kommst ja an die wichtige Innenseite nicht ran.

Ist irgendein Material angegeben? 1991 könnte schon PP oder PE verwendet worden sein, da gibts im allgemeinen keine Probleme, wobei normale Kunststoffe nie längere Zeit der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein sollten.
 
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Ich empfehle LSF 30 - mindestens...:D

Wie willst Du denn die Folie pflegen? Ist das Ding verschweißt oder offen? Wenn es zu ist kannst Du sowieso nichts weiter machen, Du kommst ja an die wichtige Innenseite nicht ran.

Ist irgendein Material angegeben? 1991 könnte schon PP oder PE verwendet worden sein, da gibts im allgemeinen keine Probleme, wobei normale Kunststoffe nie längere Zeit der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein sollten.
Soll ich mit einem Endoskop reingehen? :D
Die Folie ist zu; darauf steht nix.
LSF 30? ... hmmm, lagerst du deine Münzen im Freien? :D
Die Münze habe ich anno domina, äh, domini ca. zum Metallpreis (kopfkratz 23 Euro? ... ich weiß es nicht mehr ... das Alter, das Alter :schaem:) erworben und ließ nur durch Zufall die Folie drum.

Naja, soll sie von alleine zerbröseln ... die Folie.
 
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Tulitei;800820 Naja schrieb:
Mach doch Alu-Folie um die Folie. Dann ist die Folie geschützt! Dann laminierst du das ganze noch ein, und du siehst das 3 Yuan Stück nie wieder, dank der Folie. :heul:
 
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Ich hätt´ da mal ´n Problem ...
eine 3 Yuan Münze 1991 (1 Gramm Gold) befiindet sich noch in der Originalfolie (denke ich jedenfalls :rolleyes:). In dr Regel puhle ich die Münzen ja aus der Folie - nur bei der 3 Yuan nicht, da diese Münze mit Folie anscheinend wertiger ist :wut:
sofern du nicht vorhast, diese Münze demnächst wieder zu verkaufen, dann würde ich sie befreien ;)

Wie pflege ich diese Folie? Einfach im Dunkeln lagern oder hin und wieder einkremen :cool:?
Danke für eure Tipps :)
Ich würde sie genauso lagern wie die Münzen auch... keine Extreme bzgl. der Temperatur und Luftfeuchtigkeit und wenn möglich auch keine allzu großen Schwankungen... wobei ich selber das nie so recht auf die Reihe bekommen :schaem:
 

*Lilienthal-Fan*

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Euromünze mit interessanter Entwicklung

Diese Münze wurde auf der WMF2011 für 50 Cent verteilt. Ich hatte sie in eine Kapsel gelegt und dann vergessen. So lag sie 3 Jahre ohne Lichteinfall im Schrank bei Zimmertemperatur und normaler Luftfeuchte. Hier das Foto nach der Wiederendeckung:

Interessant ist die unterschiedliche Entwicklung der Vor- und Rückseite in der Zeit. Es muss noch dazu gesagt werden, dass beide Seiten der Münze mit bloßem Auge betrachtet nicht ganz so matt aussehen.
Weichmacher waren hierbei offensichtlich nicht am werkeln, was wiederum den Schluss zuläßt, das nicht immer die Weichmacher die Ursache für die Verfärbungen sein müssen.
 
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FooFighter

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Welche Seite lag in der Kapsel nach oben?
 
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Unglaublich.

:(Was sind das denn für Kapseln?:confused: Oder hattest Du da vorher irgendwelche Chemikalien in der Kapsel gelagert.
 

*Lilienthal-Fan*

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Das ist eine Kapsel von Schaubek, die ich auch für meine Eurosätze benutze. Und bei denen finde ich selbst bei den 10-jährigen auch nicht andeutungsweise irgendwelche Verfärbungen.:)
Nachtrag:.... und Chemikalien hatte ich bisher mein Münzschrank nicht gesehen.
 

manloeste

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Passt zwar nicht zum Thema Weichmacher, aber zum Thema anlaufen.
Was mir beim "Einrahmen" meiner per Tausch erhaltenen Münzen schon öfter aufgefallen ist: Wenn man die Münzen mit Baumwollhandschuhen anfasst, dann laufen die Münzen ganz kurz durch die natürliche Feuchtigkeit der Hände an.
Sobald man die Münze loslässt ist dieser Film nach wenigen Sekunden wieder verschwunden. (In etwa wie beim Spiegelschrank nach dem Duschen :) )

Wenn man nun die Kapsel oder das Münzrähmchen zu schnell verschließt, könnte es ja sein, dass diese Feuchtigkeit mit "eingepackt" wird und nicht schnell genug rausdiffundiert (soll ja gerade bei den Schaubek-Kapseln ziemlich gasdicht sein). Und dann hat die Feuchtigkeit (oder welche Stoffe auch immer noch darin gelöst sein mögen - Schweiß, etc.) alle Zeit der Welt mit der Münzoberfläche zu reagieren...

Das nur so als Theorie. Hat jemand ähnliche Entdeckungen machen können?
 

FooFighter

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... Wenn man nun die Kapsel oder das Münzrähmchen zu schnell verschließt, könnte es ja sein, dass diese Feuchtigkeit mit "eingepackt" wird und nicht schnell genug rausdiffundiert (soll ja gerade bei den Schaubek-Kapseln ziemlich gasdicht sein). Und dann hat die Feuchtigkeit (oder welche Stoffe auch immer noch darin gelöst sein mögen - Schweiß, etc.) alle Zeit der Welt mit der Münzoberfläche zu reagieren...

Das nur so als Theorie.
Diese Theorie halte ich durchaus für möglich. Deshalb auch meine Frage an Lilienthal-Fan:

Welche Seite lag in der Kapsel nach oben?
Seine Antwort darauf:

Kann ich nicht mit Sicherheit sagen, glaube aber, es was die Vatiseite.
Das würde bedeuten, dass die Bildseite nach oben hin etwas Luft hatte, wohingegen die Wertseite unten auf der Kapsel auflag und so gut wie gar keine Luft heran kam. Somit könnte die "eingeschlossene Feuchtigkeit" stärker mit der Wertseite reagiert haben.

Aber auch das ist nur Theorie. :)
 
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Das ist eine Kapsel von Schaubek, die ich auch für meine Eurosätze benutze. Und bei denen finde ich selbst bei den 10-jährigen auch nicht andeutungsweise irgendwelche Verfärbungen.:)
Nachtrag:.... und Chemikalien hatte ich bisher mein Münzschrank nicht gesehen.
Woraus ist dein Münzschrank gemacht? Ich vermute mal dein Münzschrank ist aus Spnholz gemacht und wie werden die Späne zusammengehalten? Denke das die vorhandenen Löungsmittel im Kleber die Ursache für die chemische Reaktion auf den Münzen der Grund dafür sein könnte.
 
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Woraus ist dein Münzschrank gemacht? Ich vermute mal dein Münzschrank ist aus Spanholz gemacht ...
Meiner auch, aber vor 30 Jahren ;) und da ich erst seit 10 Jahren Münzen sammle, denke ich das Thema Schadstoffe sollte erledigt sein.
Als ich jetzt einen Einlegeboden brauchte habe ich lieber auf Spanplatte verzichtet und mir eine starke Glasplatte besorgt :).

@Lilienthal-Fan- Ich denke, daß Deine weiteren Münzen bestimmt nicht so aussehen. Also wird es nicht am Schrank liegen. Vielleicht war bei der Münze die Ronde irgendwie verschmutzt.

Gruß Karsten
 

*Lilienthal-Fan*

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Kaktus @Lilienthal-Fan- Ich denke, daß Deine weiteren Münzen bestimmt nicht so aussehen. Also wird es nicht am Schrank liegen. Vielleicht war bei der Münze die Ronde irgendwie verschmutzt.
Gruß Karsten

So könnte es auch sein. Meine 2€-Münzen und Eurosätze liegen seit vielen Jahren in dem Schrank und haben sich absolut nicht verändert.
 
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Weichmacher und Reichsgoldmünzen

Gibt es Bedenken, Reichsgoldmünzen (90% Gold, 10% Kupfer) in weichmacherhaltige Münzhüllen zu tun? Und sind Reichsgoldmünzen in PP da anders zu bewerten?
 
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Gibt es Bedenken, Reichsgoldmünzen (90% Gold, 10% Kupfer) in weichmacherhaltige Münzhüllen zu tun? Und sind Reichsgoldmünzen in PP da anders zu bewerten?
Weichmacherhaltige Folien können grünen Glibber machen, egal auf welchem Metall. Nur die Anfälligkeit der Metalle bzw. Legierungen ist unterschiedlich.

Was hat die Prägeart (PP) damit zu tun?
 

pingu

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Hallo,

man (auch Frau) verwendet heute keine weichmacherhaltige Münzhüllen mehr. Der Euro mehr für Hüllen von einen namenhaften Anbieter sollte wohl keinem an das Hinterteil gebacken sein. - Aber wer bei Pfennigfuchser seine Alben kauft, spart halt schon auf die nächste Goldunze... ;)

Am besten hier kaufen:
Praesentations und Sammlerzubehoer Donaubauer
dann gibt es keine Probleme....

Grüße
pingu
 
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Weichmacherhaltige Folien können grünen Glibber machen, egal auf welchem Metall. Nur die Anfälligkeit der Metalle bzw. Legierungen ist unterschiedlich.

Was hat die Prägeart (PP) damit zu tun?
Der grüne Glibber entsteht ja durch eine Reaktion mit einem Metall. Das wird aber (z. B.) gewiß weder bei reinem Gold noch bei reinem Platin geschehen. Genau die Anfälligkeit DIESER Legierung ist Gegenstand meiner Frage.

Mit der möglichen Reaktion selber hat die Prägeart PP nichts zu tun, sie könnte allerdings bereits bei einer ganz geringfügigen Folge einer möglicherweisen Reaktion viel leichter eine sichtbare Beeinträchtigung davontragen.

Hallo,

man (auch Frau) verwendet heute keine weichmacherhaltige Münzhüllen mehr. Der Euro mehr für Hüllen von einen namenhaften Anbieter sollte wohl keinem an das Hinterteil gebacken sein. - Aber wer bei Pfennigfuchser seine Alben kauft, spart halt schon auf die nächste Goldunze...


Am besten hier kaufen:
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Grüße
pingu
Danke, aber das war nicht meine Frage.
 

pingu

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Hallo,

drücken wir es mal anders aus:
Münzen mit 10% Kupfergehalt werden auf Dauer auch zu leiden haben (alles eine Frage der Zeit)! Das Kupfer reagiert mit den Weichmachern. Die Frage nach PP ist irrelevant, da es Weichmachern egal ist wie eine Münze geprägt ist.
Kann aber auch alles in den Weichmacherthred's dieses Forum nachgelesen werden.

Grüße
pingu

pS: auch zur Münzreinigung spuckt die Suchfunktion sehr ansprechende und weiterführende Beiträge aus. Da bleiben "fast" keine Wünsche offen, da hinter manchen Beiträgen jahrzehntelange Erfahrung steckt....
Plastik von Zahnbürsten hat übrigens eine weit höhere Ritzhärte als reines Gold - mit 900'er Gold könnte man gerade noch Glück haben das keine Kratzer entstehen, ich würde aber auch dies stark anzweifeln...
Bezugnehmend auf:http://www.emuenzen.de/forum/goto/post?id=904721
(für manche Münzen nehme ich übrigens eine Stahlbürste:D)
 
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Hallo,

drücken wir es mal anders aus:
Münzen mit 10% Kupfergehalt werden auf Dauer auch zu leiden haben (alles eine Frage der Zeit)! Das Kupfer reagiert mit den Weichmachern. Die Frage nach PP ist irrelevant, da es Weichmachern egal ist wie eine Münze geprägt ist.
Kann aber auch alles in den Weichmacherthred's dieses Forum nachgelesen werden.

Grüße
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pS: auch zur Münzreinigung spuckt die Suchfunktion sehr ansprechende und weiterführende Beiträge aus. Da bleiben "fast" keine Wünsche offen, da hinter manchen Beiträgen jahrzehntelange Erfahrung steckt....
Plastik von Zahnbürsten hat übrigens eine weit höhere Ritzhärte als reines Gold - mit 900'er Gold könnte man gerade noch Glück haben das keine Kratzer entstehen, ich würde aber auch dies stark anzweifeln...
Bezugnehmend auf:http://www.emuenzen.de/forum/goto/post?id=904721
(für manche Münzen nehme ich übrigens eine Stahlbürste:D)
Danke, da sind jetzt zwei durchaus einschlägige Aussagen drin.
a) das 10% Kupfer werde reagieren, es sei nur eine Frage der Zeit
b) die Ritzhärte der Plasteborsten sei jedenfalls höher als die von reinem Gold.

zu b) Ich weiß, daß die Härte von reinem Kupfer niedriger ist, als die der genannten Legierung. Ich werde auf einem völlig kratzerfreien Kupferbleich mich mal mit der Bürste austoben und dann berichten.

zu a) Ist das eine Vermutung oder ist das mal als Geschehen (bei der 900er Legierung) berichtet worden? Ich frage das deswegen, weil in Legierungen nicht alle Bestandteile einfach so weiterreagieren, als wären sie alleine, z. B. reagiert beim rostfreien Stahl der - gigantische - Eisenateil auch nicht mehr wie gehabt mit dem Sauerstoff).

PS: Stahlbürste: Ja, für den "Star of Africa" oder so, da gibt es doch Münzen mit applizierten Diamanten?;)
 
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Plastik von Zahnbürsten hat übrigens eine weit höhere Ritzhärte als reines Gold - mit 900'er Gold könnte man gerade noch Glück haben das keine Kratzer entstehen, ich würde aber auch dies stark anzweifeln...
Stimmt!:cool: Ergebnis meines angekündigten Tests: Das Kupferblech ist von eine weichen Zahnbürste (+ Geschirrspülwasser) nicht zerkratzt. Es ist - sichtbar unter einer Lupe mit 10-fach-Vergrößerung - TOTAL
zerkratzt
.
 

pingu

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Hallo,

Ist das eine Vermutung oder ist das mal als Geschehen (bei der 900er Legierung) berichtet worden? Ich frage das deswegen, weil in Legierungen nicht alle Bestandteile einfach so weiterreagieren, als wären sie alleine, z. B. reagiert beim rostfreien Stahl der - gigantische - Eisenateil auch nicht mehr wie gehabt mit dem Sauerstoff).
Schau dazu bitte mal nach Flecken auf Goldmünzen bei den viel geliebten Euro's. Oder auch bei fleckigen Silbermünzen (Unzen). Entmischungslücken lassen sich bei Legierungen nicht vermeiden, daher wird irgendwo an der Oberfläche einer Münze bei einer Legierung die Kupfer enthällt irgendwann eine Verfärbung bzw. Veränderung der Oberfläche auftreten.
Selbst eine Goldpatina auf historischen Goldmünzen ist auf andere Metalle als Beimengungen im Gold zurück zu füren.

*Edelstahl enthällt meines Wissens je nach Legierung nahezu 0% Eisen. Z.B.: die am häufigsten verwendeten V-4A oder auch V-2A Stähle bestehen aus Vanadium und Arsen. Bessere Edelstähle bestehen aus Mischungen aus Chrom, Vanadium und Arsen, enthalten in der Regel aber kein Eisen....
Des weiteren häufig anzutreffen sind Crom-Molybdän Stähle mit wechselndem Anteil an Vanadium und Arsen, so wie Nickel Molybdän Stähle. Aber sie haben alle eines gemeinsam, den nicht vorhandenen Eisen Anteil.*
(entbehrt jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit)

Stahlbürste: Ja, für den "Star of Africa" oder so, da gibt es doch Münzen mit applizierten Diamanten?;)
Bei Eisenmünzen und auch bei Zinkmünzen richtig angewand hat eine Stahlbürste durchaus ihre Berechtigung ;).

Grüße
pingu
 
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Stahl ohne Eisen

So ein Forum trägt immer wieder zum Schließen von Wissenslücken bei. Bis eben dachte ich, dass jeder Stahl auch Eisen enthält. Naja, seit es Fische ohne Fahrräder gibt, wundert mich kaum noch etwas.
 

manloeste

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Edelstahl enthällt meines Wissens je nach Legierung nahezu 0% Eisen. Z.B.: die am häufigsten verwendeten V-4A oder auch V-2A Stähle bestehen aus Vanadium und Arsen. Bessere Edelstähle bestehen aus Mischungen aus Chrom, Vanadium und Arsen, enthalten in der Regel aber kein Eisen....
Des weiteren häufig anzutreffen sind Crom-Molybdän Stähle mit wechselndem Anteil an Vanadium und Arsen, so wie Nickel Molybdän Stähle. Aber sie haben alle eines gemeinsam, den nicht vorhandenen Eisen Anteil.
(entbehrt jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit)
Jeder Stahl enthält als Hauptbestandteil Eisen, sonst ist es kein Stahl (DIN EN 10020:2000-07 - 2.1)
„Werkstoff, dessen Massenanteil an Eisen größer ist als der jedes anderen Elementes (...)"

Das A in V2A und V4A steht für Austenit, also die austenitische Phase des Eisens. Die beiden Legierungen enthalten daher natürlich auch Eisen.

Vielleicht ist das Missverständnis darauf zurückzuführen, dass bei Stählen in den meisten Quellen nur die anderen Legierungsbestandteile angeführt werden. Das liegt aber daran, dass Stahl nunmal aus Eisen besteht und man also nur den Rest angeben muss.
 
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