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Weichmacher - Was ist das?

Dieses Thema im Forum "Zubehör,Pflege, Reinigung und Aufbewahrung" wurde erstellt von bionicdragon, 21. Januar 2008.

  1. Suardone

    Suardone

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    Weichmacher und Reichsgoldmünzen

    Gibt es Bedenken, Reichsgoldmünzen (90% Gold, 10% Kupfer) in weichmacherhaltige Münzhüllen zu tun? Und sind Reichsgoldmünzen in PP da anders zu bewerten?
     
  2. Rollentöter

    Rollentöter

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    Weichmacherhaltige Folien können grünen Glibber machen, egal auf welchem Metall. Nur die Anfälligkeit der Metalle bzw. Legierungen ist unterschiedlich.

    Was hat die Prägeart (PP) damit zu tun?
     
  3. pingu

    pingu Registered User

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    Hallo,

    man (auch Frau) verwendet heute keine weichmacherhaltige Münzhüllen mehr. Der Euro mehr für Hüllen von einen namenhaften Anbieter sollte wohl keinem an das Hinterteil gebacken sein. - Aber wer bei Pfennigfuchser seine Alben kauft, spart halt schon auf die nächste Goldunze... ;)

    Am besten hier kaufen:
    Praesentations und Sammlerzubehoer Donaubauer
    dann gibt es keine Probleme....

    Grüße
    pingu
     
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  4. Suardone

    Suardone

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    Der grüne Glibber entsteht ja durch eine Reaktion mit einem Metall. Das wird aber (z. B.) gewiß weder bei reinem Gold noch bei reinem Platin geschehen. Genau die Anfälligkeit DIESER Legierung ist Gegenstand meiner Frage.

    Mit der möglichen Reaktion selber hat die Prägeart PP nichts zu tun, sie könnte allerdings bereits bei einer ganz geringfügigen Folge einer möglicherweisen Reaktion viel leichter eine sichtbare Beeinträchtigung davontragen.

    Danke, aber das war nicht meine Frage.
     
  5. pingu

    pingu Registered User

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    Hallo,

    drücken wir es mal anders aus:
    Münzen mit 10% Kupfergehalt werden auf Dauer auch zu leiden haben (alles eine Frage der Zeit)! Das Kupfer reagiert mit den Weichmachern. Die Frage nach PP ist irrelevant, da es Weichmachern egal ist wie eine Münze geprägt ist.
    Kann aber auch alles in den Weichmacherthred's dieses Forum nachgelesen werden.

    Grüße
    pingu

    pS: auch zur Münzreinigung spuckt die Suchfunktion sehr ansprechende und weiterführende Beiträge aus. Da bleiben "fast" keine Wünsche offen, da hinter manchen Beiträgen jahrzehntelange Erfahrung steckt....
    Plastik von Zahnbürsten hat übrigens eine weit höhere Ritzhärte als reines Gold - mit 900'er Gold könnte man gerade noch Glück haben das keine Kratzer entstehen, ich würde aber auch dies stark anzweifeln...
    Bezugnehmend auf:http://www.emuenzen.de/forum/goto/post?id=904721
    (für manche Münzen nehme ich übrigens eine Stahlbürste:D)
     
  6. Suardone

    Suardone

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    Danke, da sind jetzt zwei durchaus einschlägige Aussagen drin.
    a) das 10% Kupfer werde reagieren, es sei nur eine Frage der Zeit
    b) die Ritzhärte der Plasteborsten sei jedenfalls höher als die von reinem Gold.

    zu b) Ich weiß, daß die Härte von reinem Kupfer niedriger ist, als die der genannten Legierung. Ich werde auf einem völlig kratzerfreien Kupferbleich mich mal mit der Bürste austoben und dann berichten.

    zu a) Ist das eine Vermutung oder ist das mal als Geschehen (bei der 900er Legierung) berichtet worden? Ich frage das deswegen, weil in Legierungen nicht alle Bestandteile einfach so weiterreagieren, als wären sie alleine, z. B. reagiert beim rostfreien Stahl der - gigantische - Eisenateil auch nicht mehr wie gehabt mit dem Sauerstoff).

    PS: Stahlbürste: Ja, für den "Star of Africa" oder so, da gibt es doch Münzen mit applizierten Diamanten?;)
     
  7. Suardone

    Suardone

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    Stimmt!:cool: Ergebnis meines angekündigten Tests: Das Kupferblech ist von eine weichen Zahnbürste (+ Geschirrspülwasser) nicht zerkratzt. Es ist - sichtbar unter einer Lupe mit 10-fach-Vergrößerung - TOTAL[​IMG] zerkratzt[​IMG][​IMG][​IMG].
     
  8. pingu

    pingu Registered User

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    Hallo,

    Schau dazu bitte mal nach Flecken auf Goldmünzen bei den viel geliebten Euro's. Oder auch bei fleckigen Silbermünzen (Unzen). Entmischungslücken lassen sich bei Legierungen nicht vermeiden, daher wird irgendwo an der Oberfläche einer Münze bei einer Legierung die Kupfer enthällt irgendwann eine Verfärbung bzw. Veränderung der Oberfläche auftreten.
    Selbst eine Goldpatina auf historischen Goldmünzen ist auf andere Metalle als Beimengungen im Gold zurück zu füren.

    *Edelstahl enthällt meines Wissens je nach Legierung nahezu 0% Eisen. Z.B.: die am häufigsten verwendeten V-4A oder auch V-2A Stähle bestehen aus Vanadium und Arsen. Bessere Edelstähle bestehen aus Mischungen aus Chrom, Vanadium und Arsen, enthalten in der Regel aber kein Eisen....
    Des weiteren häufig anzutreffen sind Crom-Molybdän Stähle mit wechselndem Anteil an Vanadium und Arsen, so wie Nickel Molybdän Stähle. Aber sie haben alle eines gemeinsam, den nicht vorhandenen Eisen Anteil.*
    (entbehrt jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit)

    Bei Eisenmünzen und auch bei Zinkmünzen richtig angewand hat eine Stahlbürste durchaus ihre Berechtigung ;).

    Grüße
    pingu
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2014
  9. Dirk Bake

    Dirk Bake

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    Stahl ohne Eisen

    So ein Forum trägt immer wieder zum Schließen von Wissenslücken bei. Bis eben dachte ich, dass jeder Stahl auch Eisen enthält. Naja, seit es Fische ohne Fahrräder gibt, wundert mich kaum noch etwas.
     
  10. manloeste

    manloeste 0-Euro-Schein-Sammler

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    Jeder Stahl enthält als Hauptbestandteil Eisen, sonst ist es kein Stahl (DIN EN 10020:2000-07 - 2.1)
    „Werkstoff, dessen Massenanteil an Eisen größer ist als der jedes anderen Elementes (...)"

    Das A in V2A und V4A steht für Austenit, also die austenitische Phase des Eisens. Die beiden Legierungen enthalten daher natürlich auch Eisen.

    Vielleicht ist das Missverständnis darauf zurückzuführen, dass bei Stählen in den meisten Quellen nur die anderen Legierungsbestandteile angeführt werden. Das liegt aber daran, dass Stahl nunmal aus Eisen besteht und man also nur den Rest angeben muss.
     
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