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Wem gehörte wohl diese Medaille...

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Hallo liebes Forum,

vor längerer Zeit habe ich aus einer Sammlungsauflösung eines Erben eine Silbermedaille ersteigert. Diese Medaille war zwar Bestandteil der Sammlung des Verstorbenen, hatte aber wohl keinen familiären Hintergrund.

Einige von Euch beschäftigen sich ja auch mit Ahnenforschung. Vielleicht ist es ja gemeinsam hier möglich, die Nachfahren des Jubilars auf der Medaille zu finden? Mit einfacher Internetrecherche bin ich bisher nicht weit gekommen.

Als Anreiz:
Sollte es hier gelingen, die Nachfahren zu finden, werde ich die Medaille natürlich kostenlos an die Familie zurück zu geben.

DSCN7319.JPG DSCN7323.JPG

Durchmesser immerhin 41mm, 22,51g Silber 990, Hersteller ist BHM Pforzheim
 
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jannys33

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Um da weiter zu kommen denke ich ist der Reiter und das Wappen auf dem Schild interessant. Dann könnte man schlussfolgern woher August Heinrich Julius Unger geb. 30.1.1826 stammt.
 
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Um da weiter zu kommen denke ich ist der Reiter und das Wappen auf dem Schild interessant. Dann könnte man schlussfolgern woher August Heinrich Julius Unger geb. 30.1.1826 stammt.
Ich befürchte, dass es sich bei dem Ritter mit Hohenzollern-Schild um eine einfache patriotische Allegorie auf den damaligen Krieg handelt. Demnach kommt vermutlich ganz Deutschland mit Fokus auf Preußen in Betracht.

Erschwerend kommt noch dazu, dass der Familienname Unger in ganz Deutschland verbreitet ist, er lässt sich auch nicht in ein bestimmtes geografisches Gebiet einordnen
 

jannys33

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.........

Erschwerend kommt noch dazu, dass der Familienname Unger in ganz Deutschland verbreitet ist, er lässt sich auch nicht in ein bestimmtes geografisches Gebiet einordnen
Ja, ich kenne hier auch zwei, die nicht verwandt sind.
 
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Diese Medaille konnte jedermann bei B.H. Mayer in Pforzheim oder einem Händler dieser Medaillen erwerben. Das Stück ist sicher ein allgemein gehaltenes Stück auf den ersten Weltkrieg, welches man individuell auf dem Revers gravieren lassen konnte. Hier hat vielleicht die Familie die Medaille erworben und für den Jubilar speziell gravieren lassen.
Also wird das sicher noch schwerer, da man nicht mal einen Ort oder Region bestimmen kann
 

jannys33

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August Heinrich Julius Unger geb. 30.1.1826 das ist der einzige Anhaltspunkt, es wird denke ich keine zwei geben.
 
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August Heinrich Julius Unger geb. 30.1.1826 das ist der einzige Anhaltspunkt, es wird denke ich keine zwei geben.
Ob die Register oder Kirchenbücher wohl den Krieg überlebt haben?
Digitalisiert wird man sie jedenfalls bestimmt nicht haben, falls es sie noch gibt. Und wenn der Herr aus den weitläufigen Territorien stammt, die heute nicht mehr zu Deutschland gehören, wird die Suche noch mal zusätzlich erschwert werden.
 

jannys33

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Da fällt mir wieder ein ich will ja auch mal ins " Nachbardorf" wegen meiner Ururoma, schauen ob sie tatsächlich von hier kommt.
 

kaamos

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Ob die Register oder Kirchenbücher wohl den Krieg überlebt haben?
Digitalisiert wird man sie jedenfalls bestimmt nicht haben, falls es sie noch gibt. Und wenn der Herr aus den weitläufigen Territorien stammt, die heute nicht mehr zu Deutschland gehören, wird die Suche noch mal zusätzlich erschwert werden.
Welchen Krieg meinst du?

Mein Bruder macht ein bisschen Ahnenforschung und da kommt der große Einschnitt in der Regel erst im dreißigjährigen Krieg. ;)

Und was die ehemals deutschen Gebiete angeht, muss es auch nicht unbedingt komplizierter werden. Ich weiß von ihm, dass zB tschechische Kirchenbücher teils online abrufbar sind. (Ja, ich weiß...ex KuK und nicht Deutschland^^)
 

kaamos

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Auf myheritage.de ( eine Ahnenforschungsseite) sind einige August Heinrich Julius Unger aus der Zeit eingetragen, teils mit nicht genau angegebenen Geburtstag.
Alle aus der Ecke Sosa/Sachsen
 
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Welchen Krieg meinst du?

Mein Bruder macht ein bisschen Ahnenforschung und da kommt der große Einschnitt in der Regel erst im dreißigjährigen Krieg. ;)

Und was die ehemals deutschen Gebiete angeht, muss es auch nicht unbedingt komplizierter werden. Ich weiß von ihm, dass zB tschechische Kirchenbücher teils online abrufbar sind. (Ja, ich weiß...ex KuK und nicht Deutschland^^)
Es freut mich, dass die Ahnenforschung in deiner Familie so ergiebig war.
Mit Krieg meine ich hier den zweiten Weltkrieg. Ein Teil meiner Familie stammt aus Schlesien. Dort ist es so, dass im Laufe des Krieges viele Dokumente verlorengegangen sind. Betrifft natürlich hauptsächlich die Orte, in denen die administrativen Gebäude und Archive bombardiert wurden oder ausgebrannt sind.
Gerade im Falle von Ostpreußen und einigen anderen Landstrichen, die durch die Rote Armee besetzt oder erobert worden sind, kam es auch zu einer politisch motivierten Zerstörung der Archive.
Bei Recherchen zu einem anderen Teil meiner Verwandtschaft habe ich auch die Erfahrung machen müssen, dass Dokumente durch eine unsachgemäße Lagerung beschädigt wurden und gerade innerhalb der Familie oft verloren gehen, wenn nach dem Tod eines entfernt Verwandten von den nahen Angehörigen "der olle Kram" ungesichtet weggeschmissen wird.
 
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Ob die Register oder Kirchenbücher wohl den Krieg überlebt haben?
Digitalisiert wird man sie jedenfalls bestimmt nicht haben, falls es sie noch gibt. Und wenn der Herr aus den weitläufigen Territorien stammt, die heute nicht mehr zu Deutschland gehören, wird die Suche noch mal zusätzlich erschwert werden.
So gut wie alle Kirchenregister und Geburtenbücher (ab 1798) haben Krieg, Hunger und Not überlebt. Wenn nicht gerade ein Rathaus oder eine Kirche abgefackelt ist, dann findet man was. Je nach dem muss man halt manchmal auch dem Französischen mächtig sein. ;)

In mehreren Bundesländer haben auch die Zentralregister bereits diverse Personenstandsbücher digitalisiert. Das Problem ist aber tatsächlich, wenn es sich um Ostpreußen, Schlesien etc. handelt, dass die Bundesländer da keinen Zugriff drauf haben. Polen ist allerdings genau wie Tschechien und die Slowakei SEHR GUT in der Archivierung. In Stetin ist z.B. das Zentralregister für Personenstandsdaten.
 
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Die Geburtsregister (Kirchenbücher) von 1826 dürften praktisch vollständig erhalten sein (Ausnahme: Ostpreußen), denn ab 1816 mußte in allen deutschen Staaten/Lândern von den Ortspfarrern jährlich ein Dublikat (in dem auch Angehörige anderer Religionen vermerkt werden mußten) bei den staatlichen Zentralbehörden eingereicht werden! Für einen Verlust müßten also Archive Bestände in zwei Archiven (die staatlichen waren fast alle ausgelagert!) zerstört worden sein.
 
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Das Problem ist hier, daß es keinen Anhaltspunkt über die Herkunft der Person gibt. Theoretisch könnten an diesem Tag zwei Personen mit gleichem Namen geboren worden sein. Also müßte man alle(!) Orte in Deutschland überprüfen:motz:.
 
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Die Geburtsregister (Kirchenbücher) von 1826 dürften praktisch vollständig erhalten sein (Ausnahme: Ostpreußen), denn ab 1816 mußte in allen deutschen Staaten/Lândern von den Ortspfarrern jährlich ein Dublikat (in dem auch Angehörige anderer Religionen vermerkt werden mußten) bei den staatlichen Zentralbehörden eingereicht werden! Für einen Verlust müßten also Archive Bestände in zwei Archiven (die staatlichen waren fast alle ausgelagert!) zerstört worden sein.
Korrekt. Ab 1816 gibt es die Pflicht zum Zweitbuch, die auch meist eingehalten wurde. Mittlerweile stehen die Zweitbücher oft bei den Kommunen. Allerdings nur die aktuellen. Die Archivdokumente befinden sich in den Zentralarchiven.
 
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Vielleicht ist das hilfreich ...

Liste genealogischer Datenbanken – Wikipedia

Dazu noch der spezielle Hinweis auf Family Search, die Datenbank der Mormonen. Da steht zwar hinten USA, aber die haben weltweit digitalisiert und/oder gefilmt.

Ganz unten ist noch ein Verweis auf Meta-Suchmaschinen.

Viel Erfolg.

Nachtrag: Bedenke vielleicht auch noch andere Namensvarianten
Aug. =August/Augustin/Augustus
Jul. = Julius/Julian/Julianus
 
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Es gibt keine Datenbank / oder Mikroverfilmung für alle Geburtseinträge Deutschlands. Selbst die Mormonen haben weniger als die Hälfte abgefüllt und die dann auch nur teilweise in eine Datenbank übernommen.

Aber der Hinweis mit den Vornamen ist wichtig. Auch ist zu bedenken daß bei einer Geburt manchmal mehr, manchmal auch weiter Vornamen eingetragen wurden, als die Person in spâteren Jahren führte. Kommt öfter vor als man denkt.
 
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