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Wer weiß Rat bei sturem e-bay Verkäufer?

Dieses Thema im Forum "Münzauktionen im Internet" wurde erstellt von buddy, 7. Juni 2004.

  1. buddy

    buddy

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    Hallo alle zusammen,
    ich habe bei e-bay von einem Anbieter drei Auktionen gewonnen.
    Drei Artikel im Wert von je 9,99 $.
    Der Anbieter weigert sich beharrlich diese drei Artikel (jeweils 1 Ersttagsbrief der State Quarter) zusammen zu verschicken. Er will nur jedes Kuvert einzeln verschicken und zwar zu folgenden Konditionen:
    9,99 $ Auktionsergebnis + 16 $ Porto (von USA nach Deutschland) + 2,20 $ Versicherung, zusammen pro Kuvert 28,19 $. :eek:
    Für alle drei Kuverts also 84,57 $.
    Das ist doch nicht normal oder?
    Hat jemand schon so etwas erlebt?
    Was passiert, wenn ich nicht bezahle?
    Das wenigste sind die drei schlechten Bewertungen.
    Schlimmer wäre ein Ausschluß bei e-bay.
    Sicher, ich hätte vor der Auktion anfragen sollen, ob ein gemeisames Versenden möglich ist. Bei diversen Auktionen habe ich bisher immer positive Reaktionen bei den Anbietern erlebt, es wird ja oft sogar empfohlen, mehrere Artikel zu ersteigern, um die Portokosten zu senken.
    Auf eine freundliche e-mail (gestern) ist bis jetzt noch keine Antwort gekommen.
    Hat jemand einen Rat oder eine Empfehlung wie ich mich verhalten sollte um sauber aus der Sache herauszukommen?
    Danke schon jetzt für Euer Interesse. :confused:
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2004
  2. Gen.Burghalter

    Gen.Burghalter

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    keine Sorge: 1. Gesperrt wirst du auf gar einen Fall, eher der Andere, denn wie es aussieht wird hier per Versandkosten abgezockt.

    2. Er wird dich nicht negativ bewerten, denn du bewertest zurück.

    3. Hat er einen Grund genannt ?
     
  3. kruxman

    kruxman

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    ... davon würde ich erstmal nicht ausgehen, denn drei Rachebewertungen wird der Verkäufer auch nicht gut finden. ;)

    Wahrscheinlich wird er über Ebay die ausstehende Zahlung anmahnen lassen. Bei den horrenden Kosten würde ich das ignorieren oder andere Maßnahmen ergreifen (Da möchte ich mich jedoch nicht festlegen).

    Wenn du einfach nicht zahlst, bekommst du eine (nicht drei) Abmahnung von Ebay. Wieviele Abmahnungen man sich leisten kann, bevor man gesperrt wird, weiß ich allerdings nicht!
     
  4. Gen.Burghalter

    Gen.Burghalter

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    Drei Abmahnungen sind die Grenze, Aber abgemahnt wird eher der Verkäufer, Ebay sieht abzockerei gar nicht gerne. Wie gesagt, es sei denn der verkäufer hat einen Grund.
     
  5. Impaler

    Impaler

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    Das Problem hat doch jemand hier auch erst gehabt. Man kann nur hoffen, diese Unart wird jetzt nicht ständig bei Ebay praktiziert. Wie eben damals das Abwälzen der Ebaygebühren auf den Käufer....
    Ich würde das auch nicht bezahlen und Ebay den Sachverhalt melden. Ob Ebay aber etwas unternimmt kann man nie so genau sagen.

    Gruss Impaler
     
  6. Florin

    Florin

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    Hallo Buddy,

    ja, das war ich, der auch an einen unverschämten Abzocker geriet. Aber verglichen mit deinem unverschämten Verkäufer ist meiner ja ein Juwel. Ich zahle 2 mal 3 Euro, unversichert, damit kann ich leben.

    Aber fast 90 US $, für 3 Kuverts, dazu hab ich nur einen Kommentar:

    DIESEN KRUMMEN HUND HABEN SIE WOHL ZU HEISS GEBADET.

    Ich will nicht zu voreilig sein, aber ich denke ich würde das auf keinen FAll zahlen. In meinem Fall sagten ja einige Leute, ich häte vorher fragen müssen. Ich hingegen argumentierte, es ist unüblich (ist es rein faktisch tatsächlich) und ein normaler Durchschnittskäufer könne so etwas nicht erwarten, damit nicht rechnen. Und ich könnte mir vorstellen, dass einige Juristen ebenso denken. Ich selber bin kein Jurist, habe aber als Nichtjurist das Expertengutachten eines Rechtsprofessors im Auftrage eines Deutschen Fernsehsenders erfolgreich widerlegt. Ich darf mir also ein kleines Urteil zu Rechtsfragen erlauben...

    Und ich sage: im Geschäftsverkehr gibt es Konventionen. Wer extrem unübliche und unkonventionelle Vertragsbedingungen stellen will, muss darauf hinweisen. Es gibt Handelsbrauch, und Verkehrssitte. Meiner Ansicht nach entspricht es nicht der Verkehrssitte, dass ein Verbraucher davon ausgehen muss, dass 3 Münzen üblicherweise in 3 Umschlägen verschickt werden. Weil das üblicherweise einfach nicht der FAll ist.

    DAs ist zwar alles nur meine Meinung, aber deutsche Gesetze sind in dieser Hinsicht sehr vebraucherfreundlich, also auf deiner/unserer Seite. Im Gesetz geht es oft darum, welchen EINDRUCK eine Sache erweckt. Ihr kennt sicher all eLebensmittelpackungen, beispielsweise eine packung mit Vanillepuddingpulver. Abgebildet ist ein Vanillepudding, mit Erdbeeren. Drunter steht: "Serviervorschlag". Habt ihr bestimmt schon mal gesehen. Finde ich zwar fast blöd, weil niemand so dumm ist und Dr Oetker verklagt "Ach ich habe wegen ihrem Bild gedacht, es seien Erdbeeren mit dabei!". Aber das GEsetz ist so streng, und das ist auch gut so!

    Ich verfolge Gerichtsurteile dieser Art recht häufig. Ich sage, ein Verbraucher muss mit solch unüblichen Versandarten nicht rechnen - weil sie auf keinen Fall Konvention bzw. Handelsbrauch sind (gilt m.E. auch bei Kauf von Privat). Die Gegenseite - das waren die meisten hier, aber viele hatten auch ein Rechtsverständnis à la Wildwest - argumentiert: Wir hätten fragen sollen.

    Letztendlich ist es 1:1. Wir müssen Fragen stellen, aber der Verkäufer muss auch in seinem Angebot darauf hinweisen. Hat er bei mir nicht getan, und bei dir offensichtlich auch nicht. Ich halte den Kaufvertrag für ungültig.

    Wobei ich übrigens dazu tendiere, dass wir weniger FRagen stellen müssen als der Anbieter darauf hinweisen muss: Denn es ist zu unüblich. Man kann nicht jedem Verkäufer FRagen stellen wie "sind denn ihre Münzen rund", weil sie das in der deutlichen Mehrzahl aller Fälle sind. Und in der Mehrzahl aller Fälle geschieht das versenden von 3 Münzen NICHT in 3 Umschlägen.

    Es gibt noch eine Rechtsgrundlage: Die Sittenwidrigkeit laut BGB. ICh halte so eine überzogene Forderung von fast 90 US $ für sittenwidrig. Denn so eine unverschämte Forderung für Porto und Versand ist mit nichts zu rechtfertigen. Einen Vertrag mit sittenwidrigem Inhalt kannst du ruhig unterschreiben: Er gilt als nicht geschlossen. Und ich glaube, der deinige ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch sittenwidrig.

    Ich glaube es gibt mehrere Grundlagen, und ich würde AUF KEINEN FALL diesem Ganoven auch nur einen einzigen CENT zahlen. Für Leute wie den habe ich nur ein Wort: Cyber-Gesindel. Gib ihm keinen Cent. Informiere Ebay, und versuche ein Rechtsforum im Internet aufzusuchen. Mache Anwälte geben online kostenlos Auskunft. Ruf eine Verbraucherzentrale an. Sei kreativ. Es gibt tausend Möglichkeiten.

    Bei Unverschämtheiten dieser Art reg ich mich schon wieder auf, obwohl es nicht mich betrifft. Über diese Chutzpe (Yiddisch = "schamlose dreistigkeit"). Sehr ihr, so selbstlos bin ich...
    :)

    (Hinweis an Buddy: Privatberatung nach neuem E.U. Recht. Umtausch ausgeschlossen, Beratungsgebühr teuer. Meine Bankverbindung für diese Rechtsberatung erhalten Sie innerhalb von 3 Tagen per Email.)
    ;) :p
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2004
  7. kruxman

    kruxman

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    ... mal ne Frage am Rande. Welches Länderrecht greift denn hier? Von wegen "Gegen die guten Sitten"? DE oder USA?
     
  8. Florin

    Florin

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    Es gibt eine Art internationales Vertragsrecht. Aber die Einzelheiten kenn ich nicht. Auf jeden Fall würde ich keinen Pfennig zahlen. Ich würde mich auch von sonstwelchen Drohungen des Verkäufers nicht beeindrucken lassen. Ich glaube, wenn der bei Nichtzahlung tatsächlich Ärger machen will, hat er relativ schlechte Karten. Jedenfalls bei diesen Forderungen. Amerikanische Gerichte sind doch noch extremer als wir mit Verbraucherrecht (1 Million US $ Schadenssersatz für die Omma, die sich beim Kaffee von Mc Donalds verbrühte, etc.). Dies ist aber alles nur meine persönliche Meinung. Von mir würde dieser krumme Hund keinen Cent sehen. Mich regt allein dieser Chutzpe auf. So eine Dreistigkeit würd ich mich nie trauen.

    @Buddy
    poste doch hier mal den Link zu dem Angebot. Dann kann man bestimmt noch mehr sagen.
    gruß,

    Peter
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2004
  9. kruxman

    kruxman

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    @Florin, zahlen würde ich auch nie! Aber ich wäre in diesem Fall nicht so sicher, dass es in den States ein vergleichbares GegenDieGutenSitten-Gesetz gibt wie bei uns. Ich könnte mir vorstellen, dass die Amis eher nach dem Grundsatz verfahren, Vertrag ist Vertrag!

    Aber was solls, ist hier wohl nicht relevant.
     
  10. buddy

    buddy

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    Alle Daten hier

    Hier sind die Daten dieser Transaction:
    Leider will der Link nicht funktionieren, habe wohl einen Fehler gemacht.
    Aber mit der Artikelnummer kann man ja auch die Seite bei e-bay finden.

    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=3915530444

    Hier der Text der Zahlungshinweise nach der Auktion:
    Zwischensumme: US $9.99
    Verpackung und Versand per Standard shipping service: US $16.00
    Versandversicherung (erforderlich): US $2.50
    AZ Mehrwertsteuer: US $0.00
    Gesamtbetrag: US $28.49

    All three items to Florida $50.93 and you repackage and ship to Germany. If I ship to Germany your cost will be $85.43 for the above items. I do not combine auctions. Please pay each invoice as presented. Each item will go out in it's own seperate package. If you are paying by mail email me for my address. Thank you for your business, MIght be best I ship to your address in Florida and you combine shipping and handling to Germany, Thank you for your business, Joe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juni 2004
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