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Wie legt Ihr Euer Geld an?

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von eccki, 29. Dezember 2006.

  1. eccki

    eccki

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    Klar, eine schwierige Frage, weil es natürlich sehr stark vom Gesamteinkommen und von den persönlichen Anlagenzielen abhängt. Ein Schüler, der kein eigenes Einkommen hat und nur die 200 Euro Weihnachtsgeschenk von der Oma anlegen will wird etwas anderes wählen als jemand, der regelmäßig spart oder größere Beträge anlegen möchte. Und jemand, der Altersvorsorge betreibt hat natürlich andere Ziele als jemand, der auf ein Auto oder ein Häuschen spart.

    Bei allen individuellen Unterschieden würde mich aber interessieren, ob Ihr mehr auf Aktien, auf Anleihen, Fremdwährungsanleihen (wenn ja, welche?), Discountaktien, Optionsscheine, Zinsdifferenzgeschäfte geht oder ob Ihr mehr auf die klassischen Sparbücher, Bausparverträge, Gold etc. steht.

    Was habt Ihr so für Präferenzen?

    Eccki
     
  2. Rex Danny

    Rex Danny

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    .....Du hast hier sicher schon in den diversen "Gold Threads" gelesen, was so die reinen Goldfetischisten von dieser Thematik halten.

    ...ich denke ein vernünftiger Mix aus verschiedenen "Bausteinen" ist am sichersten...und auch am Besten.

    ...ich persönlich favorisiere die Börse....hierbei muß man natürlich schon aufpassen, darf nie euphorisch werden und versuchen aus Erfahrungen zu lernen...die man zwangsläufig macht...auch negative.

    ...das Problem war, daß eine sich bildende Aktienkultur in Deutschland mit dem Platzen der Blase am Neuen Markt und dem Absturz der "Volksaktie" Telekom, mehr oder weniger zerstört wurde. Den neuerlichen Anstieg des DAX haben überwiegende ausländische Investoren begründet, während die Deutschen zukuckten.

    Stichwort Vorsorge fürs Alter...hier sind wohl Riester und Rührup ganz interessant......oder auch verschiedene Ansparmodelle in Fonds, wem Einzelwerte zu riskant sind.

    Sollte man "viel" Geld zur Verfügung haben sind sicher Immobilien immer eine Überlegung wert.

    ....und für die Ängstlichen...so ab und zu ein Krügerrand ;-)

    ...das sind natürlich nur meine persönlichen Ansichten, ohne jeglichen Anspruch auf Wahrhaftigkeit...in letzter Konsequenz muß man nach reiflicher Überlegung und persönlicher Situtation eben selbst entscheiden.

    Grüsse
     
  3. eccki

    eccki

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    Ich hatte mir mal einen Anspar-Fonds aufschwatzen lassen. Im Laufe von 2 Jahren wurden die gesamten Werte in meinem Depot insgesamt 4-5 mal umgeschichtet. Anleihe A verkauft, dafür Anleihe B gekauft; nach 3 Monaten Anleihe B verkauft, Anleihe C gekauft usw.. Alle ver- und gekauften Anleihen waren etwa gleich verzinst, ähnliche Risikostruktur, ähnliche Laufzeit. Für das Fondsmanagement wurden jedes Jahr 1 - 2% abgebucht. Depotgebühren verstehen sich von selbst. Unterm Strich nach 2 Jahren: Noch nicht einmal der Ausgabeaufschlag wurde hereingewirtschaftet. Jede Menge Gebühren, Ankauf/Verkaufsprovisionen usw. Verdient hat daran nur die Bank, die jede Transaktion abgerechnet hat.

    Fonds? - Nein danke.


    eccki
     
  4. Raphael

    Raphael Super-Moderator Mitarbeiter

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    Die schlechteste Art Geld anzulegen, ist ein Sparbuch. Vielen ist es gar nicht bekannt, dass man die Zinsen darauf aushandeln kann. Viele glauben sogar daran, dass es irgendwie fest geregelt ist.
    Die Verzinsung liegt oft unter 1 % aber die Inflation schluckt jedes Jahr ca. 2 %

    Also: Wer sein Geld vernichten will, der soll es ruhig weiter den Banken und Sparkassen hinterher schmeißen!
     
  5. gomunkel

    gomunkel

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    Mal sehen, wieviel Millionen dem Wahnsinn mit Riester und Rürup noch aufsitzen werden.

    Münzen sind im Übrigen nicht nur wunderschön.................. ;) für den Inflationsausgleich reicht es meist, wenn man partout nicht weiß, wohin mit dem vielen Geld

    Ansonsten "bauspare" ich tatsächlich noch, aber nur den Teil von meinem lieben Ausbeuter. ( der zahlt auch noch eine Direktversicherung und eine Pension. Dazu noch die gesetzliche Rente, das reicht mir. Denn Millionär stand nicht an meiner Wiege ....... leider; oder in die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts schielend: vielleicht ganz gut so :rolleyes: )

    Naja und die Hypotheken für unseren Palazzo sind ja auch eine Art Wertanlage. ( für Banken, Versicherungen und Sparkassen )
     
  6. hegele

    hegele Registered User

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    Wenn ich solchen Schwachsinn schon höre, das kotzt mich doch an.
    Für Dich wäre es vielleicht besser, gar keine Arbeit zu haben.
    Sei froh, daß Du Arbeit hast.
     
  7. Rex Danny

    Rex Danny

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    ...das schlägt logischerweise alles.

    Grüsse
     
  8. gomunkel

    gomunkel

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    1. ja ich bin froh und glücklich !

    2. "lieb" war ernst gemeint, "Ausbeuter" überspitzt formuliert und ein durchaus wahrer Bestandteil des Arbeitsverhältnisses, eher als "Arbeitgeber", denn die Arbeit gebe bzw. leiste ich gegen Entgeld.

    3. verstehst du aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen derartige kleine Spitzen nicht?

    Deine sonst so ruhige und angenehme Diskussion hier wollte ich dadurch nicht in schlechte Bahnen lenken. Also möchte ich mich für (in Deinem Verständnis) verbale Entgleisungen entschuldigen (fängt ja gut an, hier im Forum :schaem:)

    Es ging hier um Anlageformen eventuell vorhandenen Geldes.
     
  9. Oberlandler

    Oberlandler

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    Ich traue weder einem Herrn Riester, noch seinem Kollegen namens Rürup und erst Recht nicht anderen Personen des öffentlichen Lebens, nach denen Geldzuwendungen und/oder -anlagen gleich welcher Art benannt wurden, insbesondere wenn sich diese, wie z.B. Herr Hartz, zwischenzeitlich dem strafrechtlichen Vorwurf der 44-fachen Untreue stellen muss.

    Aus diesem Grund haben wir ich in unsere selbst bewohnte Immobilie investiert und zusätzlich als Notgroschen noch ca. 10 % des Immobilienwertes in Gold angelegt. Wenn ich dann im Pensionsalter auf meine Altersbezüge blicke, in deren Höhe ich ebenfalls kein rechtes Vertrauen habe, kann ich zumindest mietfrei wohnen, was sozusagen schon die halbe Miete ist. Denn die Miete für unsere Immobilie würde ca. 1/3 bis 1/2 der Pension schlucken.

    Das sollte reichen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Dezember 2006
  10. mesodor39

    mesodor39

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    Ich habe es ähnlich wie Oberlandler gemacht: Erst eine kleine Wohnung zum selber drin wohnen, danach mit dem Familienzuwachs in eine größere. Nachdem beide abbezahlt weren habe ich es der Börse ein paar Jahre intensivst und erfolgreichst gezeigt und dort richtig abgeräumt.... Und 2002 hat es dann die Börse mir gezeigt und so richtig bei mir abgeräumt.... Die Börse hatte dabei gewonnen :)

    Darüber habe ich erst einmal fast zwei Jahre nachgedacht und abgesehen von den Aufräumarbeiten mit meinem Horroraktienbeständen (und einigen saftigen Steuer- und Kindergartenbeitragsrückerstattungen) nebenher angefangen, Fehlprägungen zu sameln, die (für mich zuerst nicht erkennbar) die beste "Geldanlage" waren, die ich je tätigte. Und ich habe zu einem guten Teil dafür gesorgt, daß das auch so bleiben wird. Denn die beiden wichtigsten Lehren aus meinen Börsengeschäften waren simpel:

    what goes up, can come down :)

    und

    traue nur dem, was Du wirklich und vor allem stofflich besitzt.

    Nachdem dann der Erwerb einer dritten Wohnung Anfang 2006 meine Vermögensstruktur völlig einseitig (immobilienlastig) hat werden lassen und sich zudem ungesunde und schädliche Entwicklungen an den Weltfinanzmärkten mehr und mehr durchsetzten, habe ich seitdem soviel Liquidität akkumuliert, wie irgend möglich, sodaß ich derzeit (die Immobilien vorsichtshalber stark wertberichtigt) etwa 80 Prozent in den Immobilien und den Rest verteilt auf Edelmetall und in Form von Liquidität in Form von Silberzehnern (im Banksave) halte. Das Hartgeld ist mir wegen des Edelmetallgehaltes lieber, als Banknoten welche in Extremsituationen ihren Wert verlieren bzw. im Wert beliebig per Gesetz herabgesetzt werden können. Ich beabsichtige die Liquidität sukzessive so weit auszubauen, bis ihr Anteil dem des Edelmetallanteils entspricht. Und wer weis das schon: Die Zehner werden in solchen Mengen zurückgegeben, daß sie vielleicht irgendwann mal aufgrund von Nachfrage im Preis steigen...
    Selbst von der WM konnte ich diesen Monat noch ein paar Rollen bei der Bundesbank kriegen.

    Sammlermünzen und Fehlprägungen zähle ich nicht zu den Geldanlagen bzw. Münzen aus Edelmetall nur bis zu deren Metallwert (abzgl. Schmelz- und Formkosten). Alles andere sind fiktive Werte, Werte auf die man erst dann bauen kann, wenn man sie realisiert hat.

    Bankguthaben halte ich maximal bis zu einem Monatsgehalt. Sowas wie ein Bankgeheimnis gibts ja nicht mal mehr ansatzweise. Mein Aktienanteil dürfte zwischen einem und zwei Prozent liegen (Altbestände von vor 2002). Aktien dürften (m.E.) den besten Teil ihrer Kursentwicklung bereits gesehen haben.

    Geldwertanlagen (LKV´s Altersvorsorge-Sparverträge, Sparbücher, Sparpläne, Anleihen usw.) halte ich garkeine, weil ich in diese Anlagen bzw. in die Kaufkraftstabilität nicht metall- oder warengedeckter Währungen kein Vertrauen mehr besitze. Das Renditeniveau am Kapitalmarkt ist ein Witz, denn es trägt möglichen Risiken und dem Anstieg der Geldmengen nicht ansatzweise Rechnung.

    Für Aktien gilt schon deswegen dasselbe, weil deren Bewertung mit dem Zinsniveau zusammenhängt. Ich habe mich früher schon intensiv mit Bilanzierungsmethoden beschäftigt. Viele Firmenbilanzen sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Risiken werden oftmals verschwiegen und zukünftige Verpflichtungen nicht oder nur zu einem Bruchteil bilanzwirksam (=gewinnmindernd) angesetzt. Dividenden werden zudem 1,5-fach versteuert, demnächst vielleicht sogar doppelt. Daher ist Aktienbesitz nicht nur riskant, sondern auch wirtschaftlich wenig attraktiv für in Deutschland lebende Deutsche.
     
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