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Wie schnell manche Münzen ein Upgrade erfahren ...

Dieses Thema im Forum "Altdeutschland" wurde erstellt von Loxley, 17. April 2019.

  1. Loxley

    Loxley

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    Hallo zusammen,

    als erstes möchte ich mich entschuldigen, dass ich dafür gleich einen neuen Beitrag erstelle, aber ich wusste nicht recht, zu welchem bestehenden Thema meine Beobachtung passt ...

    Ich bin ein aufmerksamer Beobachter des sächsischen Goldes und hatte in diesem Zusammenhang auch einen Blick auf diese Münze geworfen:
    MÜNZEN UND MEDAILLEN AUS SACHSEN | Lot 398 | SIXBID.COM - Experts in numismatic Auctions

    Nun steht sie drei Monate später wieder zum Verkauf, hat aber qualitätsmäßig einen gewaltigen Sprung gemacht:
    Sachsen-Kurlinie ab 1547 (Albertiner) Friedrich August I | Lot 2345 | SIXBID.COM - Experts in numismatic Auctions

    Dass Erhaltungseinschätzungen einen gewissen Spielraum haben, hmm okay. Aber das ist schon ein gewaltiger Sprung, finde ich.

    Hat jemand eine Meinung dazu?

    Loxley
     
  2. issyr7

    issyr7

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    Na, immerhin hat man sich bemüht, die Münze so zu fotografieren, dass der Qualitätssprung halbwegs plausibel wirkt ... das ältere Bild dürfte der Wahrheit wohl näher kommen. Der Startpreis liegt auch nur minimal über dem Erwerbspreis. Aber wenn sie das Teil dafür loswerden - plus Aufgeld natürlich - wär das schon ein netter Gewinn ... Bei Exemplaren dieser Preisklasse nur nach Bildern zu bieten, halte ich für sehr gewagt. So was muss man doch in Augenschein nehmen!
     
  3. hegele

    hegele Registered User

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    Oh, Du schlechte Welt
     
  4. FooFighter

    FooFighter

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    Die Frage, die sich mir jedoch aufdrängt, ist folgende: was haben die Auktionshäuser davon? Na klar, zunächst einmal einen fetten Gewinn, wenn sie eine Münze bei einem Auktionshaus ersteigern und dann selbst für einen deutlich höheren Preis wieder verkaufen. Aber unterm Strich schadet es doch dem Ruf und sowas spricht sich - vor allem in der heutigen Zeit des Internets - viel schneller herum, als einem lieb sein kann. Wir hatten ja kürzlich schon über mein Stück von Künker diskutiert, bei welchem auch eine Manipulation der Auktionsbilder im Raum steht. Nun auch Höhn. Das sind alles renommierte Auktionshäuser, die sich über Jahre hinweg einen guten Ruf erarbeitet haben. Will man sich den wirklich so einfach zunichte machen? Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen.
     
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  5. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Ich bin als Einlieferer von einem renommierten Auktionshaus vor 15 Jahren übers Ohr gehauen worden.

    Ich habe das an anderer Stelle mal beschrieben. Ich musste aus privaten Gründen ein paar Münzen in die Auktion geben. Unter anderem eine prägefrische Athener Eule. Wurde als vorzügliches Stück zum Ausruf "verkauft". Kurze Zeit später taucht sie im Verkaufskatalog desselben Auktionshauses auf. Nunmehr wieder als absolutes Prachtexemplar, prägefrisch usw. Zum doppelten Preis.
     
  6. bayreuth

    bayreuth Moderator Mitarbeiter

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    Das kann ich locker toppen mit einer Story aus der Verwandschaft: Angesehenes Auktionshaus (mit Antiquitätengeschäft) aus einer Großstadt, seit Jahrzehnten etabliert, spezialisiert auf antike Möbel. Verwandschaft hat dort vor 20 Jahren für >20 k DM ein Schlafzimmer aus dem 19. Jhd zum Festpreis gekauft, was jedoch (weil ja wertvoll) nach einem Umzug dann im Gästezimmer stand. War top erhalten. Vor 2 Jahren dann renovieren wollen und brav beim Auktionshaus von damals angefragt ob man einen Schrank versteigern kann. Gab eine Kostenschätzung "der bringt mindestens 800 Euro für Sie, wenn nicht sogar vierstellig. Haben Sie noch mehr, brauchen Sie Geld? Wir holen ab, stressfrei für Sie". Verwandschaft fällt drauf rein und die Möbel von damals werden prompt abgeholt. Nach der Auktion das lange Gesicht, als von einem gesamten Versteigerungserlös von sensationellen 250 Euro + Aufgeld (unbekannter Bieter) ein Anschreiben mit Abechnung kam: Abholung 100 Euro, Fotographieren: 120 Euro, Abwicklung 27 Euro, Porto 1,45 Euro (weil man eine Seite A4 versendet hat ohne falten), Rest: 1,55 Euro, anbei in Briefmarken . Dann lagen noch 2 Briefmarken drinnen, zu 1 Euro und 55 Cent. Wohlgemerkt, es handelte sich um eine Saalauktion, und im Online einsehbaren Auktionskatalog war das Zeug nicht mal erwähnt, geschweige denn Fotos zu sehen. (Dafür standen die Möbel einen Monat später einzeln im Onlinekatalog des Antiquitätengeschäftes mit einem in Summe hohen 4-stelligen Europreis.
    So geht Abzocke... (und ganz legal, weil die Auktion tatsächlich stattgefunden hat, und nicht ausdrücklich ein Startgebot vereinbart war).
     
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  7. Fusselbär

    Fusselbär

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    Vollkommem richtig. Es kann sogar bei hochpreisgen Stücke durchaus Sinn machen, diese über ebay anzubieten. Der höhere Preis der bei einer Saalauktion erzielt werden kann, wird oft von den Gebühren aufgefressen.
     
  8. hegele

    hegele Registered User

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    Zumindest in meinem Gebiet erzielen bei ebay die hochpreisigen Stücke meist bei weitem nicht annähernd die Preise wie bei Saalauktionen.
    Das mag bei Reichsmünzen vielleicht anders sein. Bei manchen Medaillen allerdings, die so bis um die 2-300 € gehandelt werden, sehe ich bei ebay oft höhere Preise.
     
  9. Fusselbär

    Fusselbär

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    Das kommt sicher auch auf das Sammelgebiet an. Bei Altdeutschland gebe ich dir recht, das ist für Ebay teilweise zu unübersichtlich und es gibt da zu wenig Interessenten (Bieter) die angesprochen werden können. Da spielen dann die internationalen Bieter eine größere Rolle.
     
  10. FooFighter

    FooFighter

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    Das Schlimme ist: auch bei der Numismatik geht es nur noch um Geld... ;)
     
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