Wissen, das kein Mensch braucht

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Der erste Weltkrieg ging ja für viele europäische Monarchen nicht so gut aus, da sie danach arbeitslos waren. Portugal bildet da eine ausnahme, da Manuel II aus dem Hause Sachsen Coburg Gotha (Abteilung Portugal) bereits 1910 ins Exil gegangen ist und damit die Monarchie in Portugal nach 771 Jahren zu Ende war. Was war der Auslöser? Ein Geisteskranker (heute würde man vermutlich sagen psychisch Hilfsbedürftiger) hat 2 Tage vorher seinen Psychiater wegen persönlicher Differenzen gemeuchelt. Der Psychiater war im Nebenberuf Parlamentsabgeordneter, und seine Anhänger haben die Regierung (die gar nichts damit zu tun hatte) verantwortlich gemacht, rebelliert und die Republik ausgerufen. Der 20-jährige König konnte seine begonnenen Reformen nicht mehr zu Ende führen.Gerade einmal 2 Jahre, 8 Monate und 5 Tage war er im Amt, was immerhin aber 2 Jahre 8 Monate und 5 Tage länger war als sein älterer Bruder Ludwig vor ihm (Ludwig II von Portugal war nur für ca. 20 Minuten König, nachdem Anarchisten seinen Vater Karl I. erschossen hatten und ihn dabei ebenfalls tödlich verwundeten (somit hatte Portugal am 1.2.1908 strenggenommen einen Dreikönigstag).
 
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Albert Einstein ist ja bekant dafür etwas exzentrisch gewesen zu sein, aber auch verdammt schlau. In seinen letzten Jahren in Amerika war er ein Freund des bargeldlosen Zahlens (was in den 40er und 50er Jahren dort bei weitem nicht so verbreitet wie heute war). Einstein hat in den Geschäften in denen er eingekauft hat, einfach die Sachen die er gebraucht hat so mitgenommen (mit Einverständnis der Eigentümer). Anschließend kam dann immer seine Sekrätärin und hat einen Scheck vorbei gebracht, selbst für Kleinstbeträge. Die Händler haben die Schecks in den seltensten Fällen eingelöst, da Einsteins Unterschrift aufgrund seiner Popularität mehr wert war als die Schecksumme. Also haben die Händler die Schecks an Einstein-fans und Autogrammsammler weiterverkauft, mehr verdient als an den Waren und Einstein hat umsonst eingekauft. Salvador Dali ist übrigens in Restaurants ähnlich vorgegangen. Er hat immer eine schöne kleine Zeichnung auf den Scheck gemalt.

Das stimmt. Er hat gerne unbar gezahlt. In Berlin hat er im Gasthaus in Kaputh (das gibt es noch) seine Zeche nicht bezahlt.
 
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Albert Einstein ist ja bekant dafür etwas exzentrisch gewesen zu sein, aber auch verdammt schlau. In seinen letzten Jahren in Amerika war er ein Freund des bargeldlosen Zahlens (was in den 40er und 50er Jahren dort bei weitem nicht so verbreitet wie heute war). Einstein hat in den Geschäften in denen er eingekauft hat, einfach die Sachen die er gebraucht hat so mitgenommen (mit Einverständnis der Eigentümer). Anschließend kam dann immer seine Sekrätärin und hat einen Scheck vorbei gebracht, selbst für Kleinstbeträge. Die Händler haben die Schecks in den seltensten Fällen eingelöst, da Einsteins Unterschrift aufgrund seiner Popularität mehr wert war als die Schecksumme. Also haben die Händler die Schecks an Einstein-fans und Autogrammsammler weiterverkauft, mehr verdient als an den Waren und Einstein hat umsonst eingekauft. Salvador Dali ist übrigens in Restaurants ähnlich vorgegangen. Er hat immer eine schöne kleine Zeichnung auf den Scheck gemalt.
Ich kenne sogar tatsächlich den Erben eines Lokalbetreibers, in dem Dali auf diese Weise bezahlt hat. Natürlich hält die Familie das "Kunstwerk" in Ehren und hat kein Interesse an einem Verkauf...
 

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Elvis ist ja bekant für seine dunkle, nach ihm benannte Elvistolle. Weniger bekannt ist, dass er eigentlich blond war und seine Haare dunkel gefärbt hat um cooler auszusehen. Es gibt nur ein einziges Foto wo er (in sehr jungen Jahren) ungefärbt zu sehen ist.
 

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Mit die intelligentesten Tiere auf dem Planeten sind ja bekanntermaßen die Delfine, nicht nur nach Douglas Adams, sondern auch in Echt. Ein besonders interessantes Exemplar gibt es in einem Meeresforschungsinstitut in Gulfport, Mississippi. Dort haben die Trainer den Delfinen beigebracht, wer ins Becken gefallenen Müll (Papier o.ä.) aufsammelt und den Trainern am Beckenrand gibt, bekommt Fisch als Belohnung. Ein weiblicher Delfin hat fleißig gesammelt, und dabei offenbar festgestellt dass die Fischmenge unabhängig von der Papiermenge konstant ist. Also ging der Delfin dazu über größere Papierstücke zu suchen, ein kleines Stück abzureißen und die größeren Reste am Boden des Delfingeheges unter einem Stein zu verstecken. Das kleine Stück wurde eingewechselt in Fisch, anschließend wurde ein weiteres Stück aus dem Vorrat geholt bis dieser komplett aufgebraucht war, um die Fischmenge zu maximieren. Eines Tages brachte der Delfin eine tote Möwe, und bekam dafür eine größere Menge Fisch (weil tote Vögel im Wasser anscheinend schlechter für Besucher aussehen). Die Forscher waren sehr überrascht als der Delfin die nächste Stufe des Kapitalismus entdeckt hat: Da tote Möwen viel Fisch bedeuten, versteckt besagter Delfin jetzt tatsächlich Fisch am Beckengrund bis die Trainer weg sind, und bringt den Fisch dann an die Oberfläche um Möwen anzulocken, welche dann erlegt werden und gegen weiteren Fisch eingetauscht werdenn können. Und nicht nur dass, Delfine sind ja bekannt dass sie ihren Jungtieren ausgefallene Jagdtechniken beibringen können, so dass die Technik "Möwenjagd" auch vom Kalb des Delfins und weiteren Jungtieren angewendet wird.
 
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Vietnam ist dank DDR der weltweit zweitgrößte Kaffeeproduzent.
Stichwort "Kaffeekrise in der DDR"
 

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Als die CIA Ende der 50er das Spionageflugzeug A-12 zur Langstreckenaufklärung über der Sowjetunion entwickelt hatte, hat man für den Bau auf das Leichtmetall Titan gesetzt (anders wären die Flughöhen und Zeiten nicht möglich gewesen). Das Problem war nur, dass es in der Westlichen Welt nicht genügend Titan gab. Also hat die CIA ein Netz von Strohfirmen in Drittländern gegründet, um den begehrten Rohstoff beim Hauptexporteur, der Sowjetunion, zu kaufen. Als das Flugzeug 1967 fertig getestet war, gab es bereits Spionagesatelliten die den Job erledigen konnten und das sowjetische Radar war so verbessert dass die Tarnung des Flugzeugs keinen Schutz mehr vor Erfassung geboten hätte.So kam es dann, das bis zum Letztflug im Juni 1968 nur einigen Einsätze über Vietnam und Nordkorea (insgesamt 29 Missionen im Einsatz) von diesem Flugzeugtyp geflogen wurden und 8 von 18 gebauten Flugzeugen nicht ein einziges Mal zu irgendeinem Einsatz kamen, und bei Testflügen 5 Stück abgestürzt sind wobei nur 3 Piloten überlebten. Wenn man sich überlegt welche Kosten in der Entwicklung eines komplett neuen Flugzeugtyps versenkt werden können, ein wahrhaftes Fiasko, aber vermutlich ist das überall im Militärsektor, wo Geld keine Rolle spielt, so. Wenn man nur 20% der Militärausgaben in sinnvolle Projekte (Landwirtschaft, Klimaschutz) stecken würde, wäre die Welt ein besserer Ort.
 

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Star Trek Fans ist ja der Name Leonard Nimoy ein Begriff, über Jahrzehnte verkörperte er den Vulkanier Spock. Weniger bekannt ist, dass er bevor er in die Schauspielerei gewechselt ist, Taxifahrer war (ist ja bei vielen Schauspielern, v.a. in Amerika, so, dass sie sich erst mit anständiger Arbeit durchschlagen bevor sie eine der begehrten Rollen ergattern). Und so kam es dann, dass in den 50er Jahren ein junger Spock einmal einen gewissen Senator namens John F Kennedy herumchauffiert hat. Leider hat man bei den Drehbüchern für die Serien das niemals eingearbeitet, obwohl es das Thema Zeitreisen öfters gibt.
 

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Wenn man an Könige denkt, kommt einem ja eigentlich immer Europa in den Sinn, weil es hier die meisten Monarchien gibt. Aber auch anderswo in der Welt gibt es gekrönte Häupter, wenn auch nicht so häufig. Nur der Amerikanische Kontinent ist recht Königsfrei, wenn man von den Münzen mit Elisabeth bzw. Willem Alexander drauf einmal absieht. Diverse Revolutionen in Südamerika haben zwar viele kleine Könige kommen und gehen sehen (oft von Gnaden der CIA) aber es waren keine Monarchen im eigentlichen Sinne. Der letzte echte König, der auf dem Amerikanischen Kontinent geboren wurde, kam 1927 in den USA (genauer gesagt in Cambridge, Massachusetts) zur Welt. Er ist damit auch der einzige König, der jemals in den USA geboren wurde. Es handelt sich um Bhumibol Adulyadej, besser bekannt als Rama IX von Thailand, der schließlich dort 70 Jahre lang regierte. Sein Vorgänger, Rama VIII, hatte eine wesentlich kürzere Regierungszet von nur 11 Jahren, bevor er mit gerade einmal 20 unter bis heute ungeklärten Umständen erschossen wurde. Rama VIII war übrigens der letzte König, der in Deutschland geboren wurde, nämlich 1925 in Heidelberg. Kurios ist, dass er ca. 95% seiner Regierungszeit außerhalb von Thailand verbracht hat, und sein Hauptwohnsitz in dieser Zeit (den 2. Weltkrieg eingeschlossen) die Schweiz war, wo er zur Schule ging und auch mit 9 Jahren offiziell König wurde. Irgendwie schon verrückt, dass die Schweiz während des Krieges das (zugegebenermaßen reiche) Staatsoberhaupt einer Achsenmacht (ja, Thailand war im Krieg offiziell ein Verbündeter) beherbergt und ausgebildet hat, noch dazu einen König, wo die Schweizer doch eher Demokratisch sind.
 

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In den Teuren Numisblättern der Deutschen Post sind ja immer eine Gedenkmünze und ein (leider gestempelter, damit er auch garantiert nix wert ist) 10er Block Briefmarken enthalten. Die Post stht somit den Münzhandelshäusern um nichts nach. Nachdem ich heute eine Menge Numisblätter für das Recycling vorbereitet habe, ist mir aufgefallen, dass der 10er-Block Marken bei "normalen" Briefmarken nur am Rand befestigt ist und meist rückstandsfrei mit der Hand abgezogen werden kann (die Gummierung der Marken wird dabei nicht beschädigt). Bei "Zuschlagsmarken" allerdings ist der gesamte Block flächig auf die Pappe aufgeklebt, damit man den ja nicht irgendwie anders noch nutzen kann zur Dekoration. Der Grund ist mir nicht klar.
 
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