Wissen, das kein Mensch braucht

Auch diese?

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Dann lieber Kieler Tomaten.
 
In der Leichtathletik gibt es ja allerlei Kurz-und Langstreckenrennen. Alle offiziellen Distanzen werden im Metrischen System gemessen, bis auf eine, nämlich die Meile, die tatsächlich eine offiziell von der IAAF anerkannte Laufdistanz ist. Übrigens eine, die in Großbritannien mit einer Umlaufgedenkmünze bedacht wurde, anlässlich des Gedenkens an Roger Bannister, der 1954 als erster weniger als 4 Minuten für die Meile gebraucht hat.
Wer einen Weltrekord im Profisport bricht, bekommt in der Regel Ruhm und eine Verewigung in der Bestenliste, oft auch ein schönes Preisgeld, selbst wenn er nur wenige Tage an der Spitze steht. George Bannister hat den alten Rekord nach fast 9 Jahren gebrochen, aber selber nur 46 Tage an der Spitze gestanden. Das Beispiel von Noah Ngeny zeigt aber eindrucksvoll, dass man alleine durch das Brechen eines alten Weltrekordes nicht unbedingt viel Ruhm und Ehre einstrichen kann. Der Kenianer hat nämlich am 7.7.1999 den damals geltenden offiziellen Weltrekord mit einer Fabelzeit um satte 0,99 Sekunden unterboten, aber dummerweise für ihn hat Hicham El Guerrouj exakt 0,27 Sekunden vorher einen neuen Weltrekord aufgestellt als er als erster über die Ziellinie gelaufen ist. Somit stand nach dem Rennen dieser in der Bestenliste, und Noah Ngeny ist nur noch wenigen bekannt als derjenige, der die (übrigens bis heute immer noch) zweitbeste Zeit aller Zeiten über die Meile gelaufen ist.
 
Vor kurzem hatte ich ja schon mal einen Beitrag zu interessanten Tatsachen aus der Geographie geschieben, da gibt es aber noch weitere.
Es ist z.B. möglich auf dem selben Breitengrad aus einem kleinen Gebiet an der Amerikanischen Ostküste direkt nach Algerien zu schippern, ohne auf anderes Land zu stoßen. Aber noch verrückter ist es im Süden: Ganz unten an der Südspitze von Chile kann man einfach immer weiter auf dem gleichen Breitengrad nach Westen segeln und landet nach einer Weltumrundung wieder in Chile. Wenn man dann etwas weiter nördlicher ablegt, kommt man in Argentinien heraus. Aber, und das ist auf den ersten Blick dann eigentlich unlogisch, wenn man noch etwas nördlicher ablegt und eine 3. Weltumsegelung macht, endet man schon wieder nicht mehr in Argentinien sondern erneut in Chile.
Neben der Geographie gibt es aber auch in der Historie verrückte Begebenheiten. Aus dem Mittelalter ist ja dem einen oder anderen noch die Lehnsherrschaft bekannt, ein Klassiker des Feudalismus bzw. des Feudalstaates. Wenn man hingegen an Atomphysik denkt, dann ist das ja ganz klar etwas Modernes. Da überrascht es umso mehr, dass es tatsächlich mal einen arbeitslosen Atomphysiker gab, der versucht hat einen Putsch in einer Lehnsherrschaft durchzuziehen um sich als Feudalherrscher zu etablieren. Das war aber kein Zeitreisender, sondern André Gardes ist 1990 mit der Fähre und einem Gewehr als 1-Mann Invasionsarmee zur Kanalinsel Sark gefahren, wo das Lehnswesen sogar noch heute gilt. Letztendlich wurde er aber von einem unbewaffneten freiwilligen Constable überwältigt und kam 7 Tage in Guernsey in Haft für seinen bewaffneten Umsturzversuch. Besonders krass: Er hat das 1991 nochmal probiert, der Wiederholungsversuch scheiterte aber bereits vor der Abfahrt der Fähre als man ihn in Guernsey wiedererkannt hat.
 
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